Schalker Schlüsselspiel bei Borussia Mönchengladbach

Topduell der Bundesliga

Mit einem Sieg in Gladbach will sich der FC Schalke 04 weiter in der oberen Tabellenregion der Fußball-Bundesliga festsetzen. Doch die Fohlen sind so etwas wie ein Angstgegner. Zudem plagen Königsblau Personalprobleme. Die Verantwortlichen bezeichnen dieses Spiel auch deswegen nicht als wegweisend.

Gelsenkirchen

, 09.12.2017, 07:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hofft nach dem 2:2 gegen Köln auf eine Leistungssteigerung in Gladbach: Schalkes Trainer Domenico Tedesco.

Hofft nach dem 2:2 gegen Köln auf eine Leistungssteigerung in Gladbach: Schalkes Trainer Domenico Tedesco. © dpa

Für Schalke-Fans waren die vergangenen beiden Wochen nicht die schlechtesten der Saison: Von dem Wahnsinns-Derby konnten sie lange zehren. Nüchtern betrachtet hat Schalke allerdings aus den letzten beiden Spielen auch nur zwei Punkte geholt - zu wenig für eine Mannschaft, die sich oben in der Tabelle festsetzen will. Und an diesem Wochenende wartet ein schwerer Brocken.

Tedesco glaub nicht an Standortbestimmung

Am Samstag (18.30 Uhr/live bei Sky) geht es zu Borussia Mönchengladbach, einer Mannschaft, die sich wie Schalke im oberen Tabellendrittel festsetzen will. Ein Schlüsselspiel also für die Königsblauen? Die Verantwortlichen bemühen sich vor der Partie, die Latte nicht zu hoch zu hängen. „Ich glaube nicht, dass das eine Standortbestimmung ist“, sagt etwa Trainer Domenico Tedesco, und auch Manager Christian Heidel sieht das ähnlich: „Natürlich wären wir nicht zufrieden, wenn wir in Gladbach verlieren würden, aber davon ginge die Welt nicht unter.“

Dennoch: Ein Sieg gegen Gadbach wäre ein Ausrufezeichen - vor allem vor dem Hintergrund, dass sich Schalke in der Hinrunde bis jetzt gegen Teams aus der Spitzengruppe immer schwergetan hat. Lediglich gegen RB Leipzig gelang den Königsblauen am ersten Spieltag ein Sieg, ansonsten stehen Niederlagen und Unentschieden zu Buche.

Letzter Sieg 2013

Auch in der Vergangenheit gab es für Schalke am Niederrhein eher wenig zu holen: Der letzte Sieg in Mönchengladbach datiert vom 3. Mai 2013 - damals schoss Julian Draxler das Tor des Tages, und der Jetzt-Gladbacher Raffael trug noch das Schalke-Trikot. Ein Erfolgserlebnis im Borussia-Park gab es immerhin im März dieses Jahres: Im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League schaffte Schalke ein 2:2 und zog damit nach dem 1:1 im Hinspiel ins Viertelfinale ein.

Doch das ist Schnee von gestern. „Unser Gegner ist sehr spielstark, hat eine gute Doppel-Sechs, egal, wer da spielt“, warnte Tedesco. „Im letzten Drittel strahlt Mönchengladbach auch in engen Räumen Ruhe aus, um nach Lösungen zu suchen. Da gibt es viele Spieler mit einer hohen Qualität.“ Für seine Mannschaft sieht Tedesco auch Gelegenheit zur Wiedergutmachung - denn beim Spiel gegen Köln sei nicht alles so gelaufen, wie es geplant gewesen war. Tedesco hatte in diesem Zusammenhang von einer gewissen „Lethargie“ seiner Spieler gesprochen. „Wir wollten das Spiel schnell machen und ein hohes Tempo gehen - das ist uns aus diversen Gründen nicht gelungen“, analysierte der Trainer. Daraus könnten die Profis aber nur lernen. „Wir müssen auch damit rechnen, einmal ein schlechtes Spiel zu machen. Das ist für die Entwicklung aber nicht so fatal, ganz im Gegenteil.“

Goretzka und Schöpf fehlen

Nicht zurückgreifen kann der 32-Jährige bekanntlich auf Leon Goretzka, und auch Alessandro Schöpf fällt wegen einer Kapselverletzung im linken Knie gegen Mönchengladbach aus. „Diese Ausfälle tun natürlich weh“, sagt Tedesco. „Aber wir haben in ähnlichen Situationen in dieser Spielzeit stets die richtige Antwort gezeigt und sind als Team in der Lage, eine Menge zu kompensieren.“ Max Meyer und Weston McKennie dagegen, die unter der Woche mit dem Training pausieren mussten, sind wieder einsatzbereit.

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