Schalker Trainerfrage bleibt noch offen

Aufsichtsrat stellt Weichen

Am Montagnachmittag tagte in der Schalker Geschäftsstelle der Aufsichtsrat der Blau-Weißen, um wichtige finanzielle und sportliche Weichenstellungen für das kommende Jahr zu treffen. Hierbei ging es nach Informationen dieser Redaktion auch um den Trainerposten, für den, wie berichtet, der Ex-Bremer Thomas Schaaf als Topfavorit gehandelt wird.

Gelsenkirchen

von Von Frank Leszinski und Boris Spernol

, 16.12.2013, 23:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Fokus: Bremens Ex-Trainer Thomas Schaaf gilt als Topfavorit für die Keller-Nachfolge auf Schalke.

Im Fokus: Bremens Ex-Trainer Thomas Schaaf gilt als Topfavorit für die Keller-Nachfolge auf Schalke.

Aber auch wenn der Revierklub dies offiziell dementierte: Die Schalker sollen sich dem Vernehmen nach mit Schaaf bereits prinzipiell darüber einig sein, dass er in der Winterpause Keller ablöst; Keller soll in anderer Funktion beim Klub bleiben. Allerdings steckt der Teufel, wie so oft, wohl noch im Detail: Thomas Schaaf steht beim SV Werder Bremen nach wie vor unter Vertrag und erhält dort noch bis Juni 2014 sein monatliches Salär. Gut eine Million Euro soll Schaaf so von den Bremern noch zu erwarten haben.

Einen vorzeitigen Wechsel ins Ruhrgebiet möchte er von den Schalkern deshalb entsprechend vergütet wissen. Für den stets um finanzielle Konsolidierung ringenden Verein aber ist es zugleich wichtig, noch ausreichend Spielraum zu haben, um im Winter weiter in die Mannschaft sowie in absehbarer Zeit auch endlich in den Ausbau des Vereinsgeländes investieren zu können.

„Ich gehe davon aus, dass man Kontakt mit uns aufnimmt, wenn die Sache auf Schalke entschieden ist. Wir sind gesprächsbereit“, sagte unterdessen Klaus Filbry, Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung, gegenüber dem „Weser-Kurier“. Mit anderen Worten: Bremen ließe Schaaf nur allzu gerne vorzeitig ziehen, um ihn vom Gehaltszettel zu bekommen.

Kenner aus dem Bremer Umfeld bezweifeln allerdings, ob der harmonieorientierte Schaaf im notorisch unruhigen Schalke auf Dauer zurechtkommen wird –  er wäre nicht der Erste, der auf Schalke daran scheitert.