Schalkes Niederlage in Leverkusen: Alex Nübel und der Stress im Kopf

Schalke 04

Niederlagen sind nie schön, Trainer schätzen aber immerhin die Lerneffekte, die ein verlorenes Spiel bietet. Doch welche Lehren kann man aus der 1:2-Niederlage in Leverkusen ziehen?

Leverkusen

, 08.12.2019, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalkes Niederlage in Leverkusen: Alex Nübel und der Stress im Kopf

Da war es passiert: Lucas Alario erzielt in der 15. Minute das 1:0 für Bayer Leverkusen. © dpa

Ein Phänomen jedenfalls, das man am Samstagabend in Leverkusen beobachten konnte, ist nicht neu und zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison: Selten hat Schalke ein Spiel gezeigt, in dem die Königsblauen in beiden Halbzeiten überzeugen konnten.

So auch in der BayArena, und auch David Wagner gab es nach dem Spiel zu: „Die erste Halbzeit ging ganz klar an Leverkusen“, bilanzierte der Trainer. „Sie hatten die meisten Chancen, und sie hatten auch die besseren Chancen.“

So erklärt Alex Nübel seinen Fehler

Eine Einschränkung machte der Trainer immerhin: „In der ersten Viertelstunde sind wir ganz ordentlich ins Spiel gekommen, erst das Gegentor hat die Partie kippen lassen.“ Besagtes Gegentor fiel in der 15. Minute, und es fiel nach einer Standardsituation. Leon Bailey hatte eine Ecke scharf vors Tor geschlagen, Schalke-Keeper Alexander Nübel war unter dem Ball hindurch „gesegelt“, Lucas Alario nutzte die Chance und köpfte unbedrängt zur Leverkusener Führung ein.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bundesliga, 14.Spieltag: Bayer Leverkusen - Schalke 04 2:1 (1:0)

07.12.2019
/
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen - Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder von der Bundesligapartie Bayer Leverkusen – Schalke 04© picture alliance/dpa

„Ich mache den einen Schritt zu viel nach vorne“, gestand Nübel nach dem Spiel seinen Patzer ein – immerhin verhinderte der 23-Jährige in der 17. und 40. Minute durch gute Paraden weitere Gegentore.

Wagner erkennt die Schwachstelle im Schalker Spiel

Eine Chance zum Ausgleich hatte Schalke in Halbzeit eins: In der 26. Minute vergab Benito Raman nach schönem Pass von Suat Serdar. „Da habe ich zu lange überlegt“, ärgerte sich Raman.

Umfrage

Wie bewerten Sie die Leistung der Schalker gegen Leverkusen?

274 abgegebene Stimmen

Insgesamt aber taten sich die Schalker vor der Pause schwer gegen schnellere und wachere Leverkusener. Den Grund dafür hatte Wagner schon während der Partie ausgemacht: „Wenn man die Räume nicht schnell genug schließt, bekommt man Probleme gegen so eine gute Offensive.“

Bei Ramans Tor greift der Videoschiedsrichter ein

Diese Kritik richtete sich vor allem an die Schalker Abwehrkette, die in der ersten Hälfte zu oft zu spät nachrückte und so dem Gegner eben jene Räume überließ, die Wagner meinte. In der Halbzeitpause sprach der Coach das Thema an, und seine Worte kamen anscheinend an: Nach dem Seitenwechsel war auf einmal Schalke das bessere Team und hätte den Ausgleich durchaus verdient gehabt.

In der 50. Minute schien es soweit zu sein, der Ball lag bereits im Leverkusener Netz – doch der Videoschiedsrichter griff ein: Torschütze Benito Raman stand hauchdünn im Abseits.

Jetzt lesen

Dass ein Team wie Leverkusen immer für ein Tor gut ist, zeigte sich in Minute 80: Charles Aranguiz überlief Jonjoe Kenny, passte in die Mitte, wo Lucas Alario sein zweites Tor erzielte. Zwar sorgte Benito Raman mit seinem dritten Tor im dritten Spiel in Folge noch einmal für Hoffnung beim Schalker Anhang (82.), doch die erfüllte sich nicht.

Weihnachtsfeier am Sonntag

„Wir müssen die Probleme, die wir in der ersten Halbzeit hatten, schneller erkennen“, formulierte Alexander Nübel anschließend eine der Lehren, die Schalke aus dem Spiel ziehen muss. Das sei allerdings einfacher gesagt als getan. „Der Druck war relativ hoch, dann hat man Stress im Kopf“, begründete Nübel, warum die Spieler nicht schon in der ersten Halbzeit reagiert hätten. „Und mit Stress im Kopf kann man nicht gut konzentriert arbeiten.“

Am kommenden Sonntag gibt es Gelegenheit zur Wiedergutmachung, dann kommt Eintracht Frankfurt in die Veltins-Arena. An diesem Sonntag traf sich die Mannschaft zur gemeinsamen Weihnachtsfeier. Welche Lehre darauf gezogen wurden, ist nicht bekannt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt