Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider traut RB Leipzig den Ttel zu

Schalke 04

Nach vier Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg will Schalke 04 gegen RB Leipzig zurück in die Erfolgsspur. Der Hoffnungsträger heißt Suat Serdar.

Gelsenkirchen

, 21.02.2020, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider arbeitete auch schon für RB Leipzig.

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider arbeitete auch schon für RB Leipzig. © dpa

Denn der Mittelfeldspieler kehrte bereits bei der nicht öffentlichen Trainingseinheit am Donnerstagabend ins Mannschaftstraining zurück und war auch am Freitag am Ball. Seine Ideen und seine Torgefahr – der Nationalspieler erzielte bereits sieben Treffer in der laufenden Saison – wurden bei den Königsblauen schmerzlich vermisst. Vor allem von seinem Kumpel Amine Harit, der sich von der Rückkehr des Nationalspielers viel verspricht: „Suat hat eine tolle Technik, spielt präzise Pässe. Ich suche ihn ständig auf dem Platz.“


Serdars Fehlen in den vergangenen drei Pflichtspielen war wohl einer der Hauptgründe, warum Schalke mit Ausnahme des Heimspiels gegen Borussia Mönchengladbach nicht an seine Form der Hinrunde anknüpfen konnte. Danach lief es nicht mehr rund. Deshalb sind die Blau-Weißen im Heimspiel gegen RB Leipzig (Samstag/18.30 Uhr/Sky) nur Außenseiter.


Beeindruckende Leistung gegen Tottenham



Zumal der aktuelle Tabellenzweite unter der Woche in der Champions League eine beeindruckende Leistung bot. Der 1:0-Erfolg in Tottenham hätte eigentlich noch viel höher ausfallen können, wenn der Bundesligist seine Chancen genutzt hätte.

Das gilt auch für Schalke, das nur einmal in den vergangenen vier Partien ins Schwarze traf. Umso mehr dürfte es gegen Leipzig darauf ankommen, in dieser Hinsicht viel mehr Effizienz zu zeigen. Das weiß natürlich auch Trainer David Wagner, der ein ganzes Bündel an Qualitäten aufzählte, die notwendig seien, um gegen Leipzig bestehen zu können.

„Man muss in der Lage sein, jede Intensität und jedes Tempo mitzugehen,“ so der 48-Jährige, außerdem bedürfe es einer gewissen Standard-Stärke und guten Torwart-Spiels, alles Punkte, wo seine Mannschaft zuletzt noch reichlich Luft nach oben hatte und deshalb im Kampf um einen internationalen Stammplatz Punkte liegen ließ.


Kaffeetrinken mit Ralf Rangnick



Für Jochen Schneider ist das Spiel gegen RB Leipzig eine besondere Partie, denn bei den „Roten Bullen“ arbeitete der Schalker Sportvorstand von 2015 bis 2019 in verschiedenen Funktionen. Dem trägt sein Tagesablauf am Samstag Rechnung. Am Vormittag ist er mit Ralf Rangnick, der nach seiner Trainertätigkeit bei RB nun für die internationale Ausrichtung des Vereins zuständig ist, zum Kaffee verabredet. Am Nachmittag steht dann ein Essen mit dem Leipziger Vorstand auf dem Programm. Schneider sieht in Leipzig einen ernsthaften Titelkandidaten. „Wer Herbstmeister geworden ist, kann auch Meister werden. Die Mannschaft hat das Potenzial“, glaubt der 48-Jährige.

Und Schalke? Der Sportvorstand sieht keinen Grund, nach dem bisher etwas holprigen Rückrundenverlauf jetzt in Panik zu verfallen. „Sieben Monate ist es wie am Schnürchen gelaufen. Es gehört zur Entwicklung einer jungen Mannschaft, wie wir sie haben, dass es mal nicht nach Wunsch läuft“, sagte Schneider.

RB-Trainer Julian Nagelsmann ist fest entschlossen, die 1:3-Hinspielniederlage gegen die Königsblauen am Samstagabend wettzumachen. Im Titelkampf wollen sich die Leipziger keine Blöße mehr geben.


Lob für Benito Raman



Beeindruckt ist Nagelsmann, was den Gegner betrifft, vor allem vom frühen Pressing der Schalker, besonders durch Benito Raman: „Der sprintet alles an, was bei drei nicht vom Feld geht. Das ist schon außergewöhnlich.“

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