Schwacher Sturm und Schalker Rutschpartie

Königsblaue Ernüchterung

Das Pokal-Aus löste große Ernüchterung bei den Königsblauen aus. Manager Horst Heldt sah sich genötigt zu betonen, „jetzt nicht verrückt zu spielen und das große Ganze infrage zu stellen.“ Schalke sei auf einem guten Weg. Doch Fakt bleibt: Die Resultate stimmen nicht mehr.

GELSENKIRCHEN

30.10.2015 / Lesedauer: 3 min
Schwacher Sturm und Schalker Rutschpartie

Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.

Yann Sommer schien es auch eine Viertelstunde nach dem Abpfiff kaum glauben zu können, dass Borussia Mönchengladbach mit 2:0 im DFB-Pokal beim FC Schalke 04 gewonnen hatte. „Wir haben eine ganz, ganz schwache erste Halbzeit abgeliefert“, schüttelte Gladbachs Torwart immer wieder mit dem Kopf und machte gar nicht erst den Versuch, die Leistung der eigenen Mannschaft in den ersten 45 Minuten schönzureden.

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DFB-Pokal, 2. Runde: FC Schalke 04 - Borussia M'gladbach 0:2 (0:1)

Bilder der POkal-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach.
28.10.2015
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Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.© Foto: dpa
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Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.© Foto: dpa
Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.© Foto: dpa
Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.© Foto: dpa
Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.© Foto: dpa
Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.© Foto: dpa
Bilder der Partie zwischen Schalke und Mönchengladbach.© Foto: dpa

So viel Realitätssinn war den frustrierten Schalkern jedoch auch kein Trost. Nur ein Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen lassen sich zumindest als kleine Ergebniskrise interpretieren, so dass Heldt zurecht anmahnte: „Gegen Ingolstadt brauchen wir jetzt einen Sieg.“ Denn danach heißen die Gegner in der Bundesliga Borussia Dortmund, Bayern München und Bayer Leverkusen.

Vorne schwach

Fußballerische Schwergewichte, gegen die Schalke es sich nicht leisten kann, wieder so fahrlässig eine Großchance nach der anderen zu vergeben wie gegen Mönchengladbach. Vor allem Huntelaar und Di Santo übertrumpften sich fast gegenseitig im Auslassen bester Möglichkeiten. „Eine davon müssen wir mindestens machen“, gab sich der „Hunter“ hinterher einsichtig.

Trainer Breitenreiter hatte zwar „die beste erste Halbzeit der Saison gesehen“, doch als vertrauensbildende Maßnahme taugten diese 90 Minuten nicht. Wenn Stürmer nicht treffen, nagt das mehr und mehr am Selbstvertrauen, das räumte auch Breitenreiter ein, der außerdem feststellen musste: „Nach dem 0:2 waren die Beine schwer, wir hatten keine zweite Luft mehr, um das Spiel zu drehen.“

Schuhwerk testen

Dass die Schalker Spieler mehrfach aus dem seifigen Rasen ausrutschten, sorgte hinterher ebenfalls für viel Diskussionsstoff. „Der Platz war für beide Mannschaften gleich. Jedes weitere Wort darüber zu verlieren wäre zu viel. Das würde nur nach einer Ausrede klingen,“ sagte Torwart Michael Gspurning, der den grippekranken Ralf Fährmann vertrat.

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Manager Heldt mochte bei dieser Thematik jedoch nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen und spottete: „Das Aufwärmprogramm soll dazu dienen, Spielsituationen zu simulieren. Man testet auch den Rasen und hat noch die Gelegenheit, das Schuhwerk zu wechseln. Aber heutzutage wird wohl mehr auf die Farbe als auf die Qualität der Schuhe geachtet.“ Gegen Ingolstadt werden Höwedes und Co. hoffentlich professioneller ihr Schuhwerk prüfen. Denn einen weiteren Ausrutscher kann sich Schalke nicht leisten.