Sieben Millionen trennen Sane von Manchester

Schalke drückt aufs Tempo

Die Frage ließ nicht lange auf sich warten. Sie wird in diesen Tagen wohl jedem Schalker Spieler bei Mediengesprächen gestellt. So auch nach dem Donnerstags-Training, als Sead Kolasinac Rede und Antwort stand. Was er vom wohl bevorstehenden Wechsel von Leroy Sané halte, wurde der Linksverteidiger gefragt.

GELSENKIRCHEN

22.07.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leroy Sané möchte den Verein wechseln. Zwischen Schalke 04 und Manchester City liegt aber in Sachen Ablöse noch ein großer Abstand.

Leroy Sané möchte den Verein wechseln. Zwischen Schalke 04 und Manchester City liegt aber in Sachen Ablöse noch ein großer Abstand.

Und wie nicht anders zu erwarten, gab es eine diplomatische Antwort vom 23-Jährigen: „Ich hatte Kontakt mit Leroy und habe ihn gefragt, wie ihm der Urlaub gefällt. Das war alles“, sagte Kolasinac und grinste. Ob das glaubhaft ist, mag jeder selbst entscheiden. Fakt ist indes, dass Manchester City den Schalker Senkrechtstarter unbedingt verpflichten will.

"Großer Abstand zwischen beiden Klubs"

Denn mittlerweile bestätigte Pep Guardiola, Trainer der „Citizens“, auch öffentlich das große Interesse seines neuen Arbeitgebers. „Natürlich haben wir mit ihm gesprochen, Schalke weiß über unser Interesse.“ Gleichzeitig schränkte der Ex-Bayern-Trainer aber sofort ein: „In diesem Moment gibt es wenig Chancen, es gibt einen großen Abstand zwischen beiden Klubs.“

Dieser soll angeblich sieben Millionen Euro betragen. Manchester City hat wohl 43 Millionen Euro geboten, Schalke will jedoch 50 Millionen Euro. Dass es bald zu einer Einigung kommt, gilt dennoch als wahrscheinlich, denn der Scheich-Klub weiß genau, dass Sané im nächsten Jahr wegen einer Ausstiegsklausel in Höhe von 37 Millionen Euro die Königsblauen verlassen darf. Und dann wären Vereine wie der FC Bayern München, Real Madrid oder Sanés Lieblingsverein FC Barcelona beim Wechselpoker um den Jung-Nationalspieler mit im Boot. Außerdem soll sich Sané längst mit Manchester City einig sein.

Deadline wohl Ende Juli

Schalke-Manager Christian Heidel hat sich eine Deadline gesetzt, bis wann er Planungssicherheit haben will. Das Datum will er aber nicht verraten. Es dürfte Ende Juli angesiedelt sein, denn der 53-Jährige sagte auch: „Der Plan ist eigentlich immer derselbe. Wenn es ins Trainingslager geht, sollte man möglichst den Kader für die neue Saison beisammen haben. Das funktioniert nicht immer, aber das ist mein Ziel.“ Das Trainingslager im österreichischen Mittersill beginnt am 1. August.

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Auch Trainer Weinzierl dürfte intern aufs Tempo drücken, denn schließlich bleiben ihm dann nur noch drei Wochen Zeit zur Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel. Je schneller weitere Neuzugänge an Bord sind, umso einfacher macht das die Arbeit für Schalkes Trainer. Das weiß natürlich auch Heidel, der offen zugibt: „Wenn man mehr Geld auf dem Konto hat, kann man vielleicht ein bisschen in eine andere Richtung schauen.“

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