Stambouli: "Jeder hat Chancen auf die Startelf"

Kleiner Schalker Kader

Gerade einmal 23 Profis stehen beim FC Schalke 04 auf dem Mannschaftsbogen - das ist der kleinste Kader seit sieben Jahren und der kleinste der aktuellen Bundesliga. Für Benjamin Stambouli ist das kein Nachteil - denn auf Schalke kommen Spieler derzeit auf ungewohnten Positionen zum Einsatz.

GELSENKIRCHEN

18.10.2017, 07:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stambouli: "Jeder hat Chancen auf die Startelf"

Benjamin Stambouli (r.): "Der Trainer hat mir gesagt, dass er es gerne sieht, wenn ich das Spiel vor mir habe.“

Wer die Geschicke des FC Schalke schon ein Weilchen länger verfolgt, kann sich sicher noch an den Witz mit dem Gelenkbus erinnern: Weil der Kader unter Trainer und Manager Felix Magath zu Spitzenzeiten 42 Mann umfasste, sei ein solches Gefährt nötig, um das ganze Team zu transportieren, spottete man. Der Unterschied zur aktuellen Situation könnte kaum größer sein.

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„Wir haben in diesem Jahr meiner Meinung nach keine klare erste Elf“, so der Franzose. „Bei diesem kleinen Kader hat jeder die Chance auf einen Einsatz in der Startelf. Jeder muss jederzeit dazu bereit sein und immer 100 Prozent geben.“

Keine feste Größe

Dass gerade Stambouli das sagt, ist nicht verwunderlich: Der 27-Jährige ist einer der Spieler, die, wenn man aus dem Kader eine erste Elf auswählen müsste, in der Regel zwischen Platz 12 und 14 stehen. Sein Startelf-Einsatz in Berlin am vergangenen Wochenende war sicherlich der Tatsache geschuldet, dass Matija Nastasic, normalerweise eine feste Größe in der Dreier-Abwehrkette, verletzt ausfiel.

Dennoch: Stambouli machte seine Sache als Nastasic-Ersatz ordentlich – und das, obwohl der Franzose, der im Sommer 2016 von Paris Saint-Germain zu Schalke wechselte, eigentlich eher im defensiven Mittelfeld beheimatet ist. Trainer Domenico Tedesco hat ihn allerdings von Anfang an eher in der Abwehrreihe gesehen. „Der Trainer hat mir gesagt, dass er es gerne sieht, wenn ich das Spiel vor mir habe“, berichtet Stambouli, „und so haben wir die ideale Position für mich gesucht – und gefunden.“

Lob für Meyer

Dass so ein kleiner Kader bedeutet, dass Spieler manchmal auf ungewohnten Positionen eingesetzt werden müssen, hat am Samstag auch Max Meyer erfolgreich unter Beweis gestellt – weil mit Nabil Bentaleb und Weston McKennie zwei etatmäßige „Sechser“ ausfielen, übernahm Meyer die zentrale Position im defensiven Mittelfeld, und erntete dafür anschließend viel Lob.

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Auch von Stambouli: „In diesem Spiel war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, ihn auf der Sechs spielen zu lassen“, sagt er. Jetzt hat Schalke zwei Spiele vor der Brust: Am Freitag (20.30 Uhr) kommt Mainz, am Dienstag (18.30 Uhr) treten die Knappen beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden an.