Stichtag: Am 15. April wird der Vertrag von Fred Rutten aufgelöst

Schalke 04

Er wurde mit großen Vorschusslorbeeren geholt, doch seine Verpflichtung als S04- Coach erwies sich als großen Missverständnis. Am 15. April 2009 wurde der Vertrag von Fred Rutten aufgelöst.

Gelsenkirchen

, 15.04.2020, 14:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wegen Erfolglosigkeit musste Fred Rutten früh seine Koffer auf Schalke packen.

Wegen Erfolglosigkeit musste Fred Rutten früh seine Koffer auf Schalke packen. © dpa

Bereits am 26. März war der Niederländer beurlaubt worden. Zuvor musste am 9. März 2009 bereits Manager Andreas Müller gehen, der Rutten geholt hatte und völlig sicher war, den richtigen Trainer für Schalke gefunden zu haben. Bei der Vorstellung seines Wunschtrainers sagte Müller: „Fred war für mich vom ersten Moment an die erste Wahl. Er hat Fachkompetenz, Ausstrahlung und Persönlichkeit. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass er der richtige Trainer für Schalke ist“.


Was sich als große Fehleinschätzung erwies. In den 37 Spielen unter der Regie von Rutten, der vom Boulevard despektierlich „Fritten-Fred“ genannt wurde, holten die Königsblauen nur 1,54 Punkte im Schnitt.

Trainer des Jahres in den Niederlanden


Zunächst war darüber spekuliert worden, dass die Schalker die unmittelbare Trennung nicht vollziehen werden, um eine Abfindung zu sparen und vielleicht sogar eine Ablösesumme kassieren zu können oder zumindest dem künftigen Manager die Entscheidung zu überlassen. Doch dann entschied der Klub anders und als Interimstrainer fungierte bis zum Saisonende das Trio Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck. Rutten erklärte, er bedauere das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit, „denn Schalke ist ein super Verein und hat sehr großes Potenzial mit Fans in ganz Deutschland, die nahe am Verein sind“.


Dabei hatte Schalke auf Rutten so große Hoffnungen gesetzt. Der Niederländer wurde in seiner Heimat zum Trainer des Jahres 2008 gewählt, nachdem ihm mit Twente Enschede die Qualifikation für die Champions League gelungen war. Doch bereits in der Winterpause war von Aufbruchstimmung auf Schalke nichts mehr zu spüren. Nur Platz sieben, gerade mal 27 Punkte aus 17 Spielen, dies war für die hohen Schalker Ansprüche viel zu wenig. Selbst der Ruf von Rutten als Disziplinfanatiker litt. Jermaine Jones fühlte sich „wie in einem Kindergarten“, als er über das Innenleben der eigenen Mannschaft sprach und auf die enttäuschende Hinrunde zurückblickte.


Als sich die schwachen Leistungen und Ergebnisse fortsetzten, reagierte Schalke. Mit Büskens und Co. reichte es am Saisonende aber auch nur zum achten Tabellenplatz.

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