Stichtag: Schalke 04 schockt Bremen mit Di-Santo-Transfer

Schalke 04

Am 25. Juli 2015 löst Schalke einen Schock in Bremen aus. Ausgerechnet beim „Tag der Fans“ wird bekannt, dass Franco Di Santo für sechs Millionen Euro zum FC Schalke 04 wechselt.

Gelsenkirchen

, 25.07.2020, 12:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Franco Di Santo konnte auf Schalke die Erwartungen nicht erfüllen.

Franco Di Santo konnte auf Schalke die Erwartungen nicht erfüllen. © dpa

Doch während der Argentinier in Bremen in 49 Spielen auf 17 Treffer und sechs Vorlagen kam, konnte er die Erwartungen auf Schalke nie erfüllen. Trotz fast doppelter Anzahl an Spielen (71) erzielte der Mittelstürmer nur fünf Tore.

In der Hinrunde 2018/2019 erzielte der Argentinier überhaupt kein Tor, schaffte es teilweise nicht einmal in den Kader. Trainer Domenico Tedesco hatte die Hoffnung offenbar aufgegeben, dass der Stürmer Schalke sportlich noch helfen könne. Schalke wollte Di Santo deshalb im Winter unbedingt loswerden. Das klappte, denn der Argentinier wechselte ein halbes Jahr vor seinem Vertragsende ablösefrei zum spanischen Erstligisten Rayo Vallecano.

Heftiger Disput mit Tedesco

Mit einem Jahresgehalt von rund vier Millionen Euro zählte er zu den Topverdienern der Königsblauen. Mehr als die sportlichen Leistungen von Di Santo blieben andere Vorkommnisse in Erinnerung. Wie zum Beispiel ein heftiger Disput mit Tedesco beim Heimspiel gegen Bayern München im September 2018.

„Ich bin enttäuscht. Das ist auch respektlos gegenüber den Mitspielern“, schimpfte der sonst so besonnene Trainer. Mit harschen Worten geißelte Tedesco nach dem 0:2 (0:1) gegen die Bayern das Verhalten seines Offensivspielers, mit dem er sich nach dessen Auswechslung in der 65. Minute einen heftigen Streit geliefert hatte. „Wir müssen den Stil wahren. Ein bisschen gute Erziehung wäre da nicht verkehrt.“

Di Santo hatte zumindest Reue gezeigt und sich beim Coach, bei den Mitspielern und Fans entschuldigt. „Ich sehe ein, dass ich mich falsch verhalten habe. Und es gibt nichts, um meinen Fehler zu rechtfertigen“, schrieb der 29-Jährige auf Twitter.

„Heißes Blut“

Sein „heißes Blut“ und sein „Wettbewerbsgeist“ hätten ihn zu dieser Reaktion „verleitet“. Er wolle „immer spielen“ und „immer gewinnen“, ergänzte er: „Ich bin Argentinier und gehe in jeden Zweikampf, als wäre es mein Leben. Aber das ist ein Mannschaftsspiel und nicht nur deshalb werde ich immer die Entscheidungen meines Trainer respektieren.“ Doch dieser Vorfall bedeutete im Nachhinein den Anfang vom Ende seiner Schalke-Zeit.