Tedesco: Frankfurt ist sehr schwierig zu bespielen

Heidel kontert Watzke

Das letzte Bundesligaspiel des Jahres bestreitet der FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt. Vor der Partie sprach Trainer Domenico Tedesco über den Ex-Schalker Kevin-Prince Boateng, Tabellenplatz zwei und natürlich den Gegner. Aber auch Christian Heidel meldete sich zu Wort - und konterte einen Spruch von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei „19:09 Uhr - der schwarzgelbe Talk“.

GELSENKIRCHEN

, 15.12.2017, 12:24 Uhr / Lesedauer: 3 min
Domenico Tedesco (l.) und Christian Heidel befassen sich vor dem letzten Bundesliga-Spiel des Jahres mit dem Gegner. Aber auch der BVB spielte in der Spieltags-Pressekonferenz eine Rolle.

Domenico Tedesco (l.) und Christian Heidel befassen sich vor dem letzten Bundesliga-Spiel des Jahres mit dem Gegner. Aber auch der BVB spielte in der Spieltags-Pressekonferenz eine Rolle. © imago

Trainer Domenico Tedesco über…

... den Kader im kommenden Spiel: Wir haben heute noch eine Trainingseinheit. Alessandro Schöpf ist wieder fit und hat am Donnerstag ein Spielersatztraining absolvieren können. Auch zum Beispiel Fabian Reese und Breel Embolo waren auf dem Platz. Schöpf macht einen guten Eindruck. Es könnte die eine oder andere Veränderung geben.

... den Gegner Eintracht Frankfurt: Sie spielen eine richtig gute Saison und bekommen wenig Gegentore. Frankfurt ist eine Mannschaft, die sehr schwierig zu bespielen ist. Sie verteidigen sehr, sehr gut in letzter Linie und haben ein super Abwehr- und Kettenverhalten, sodass sie sich immer gegenseitig absichern. Sie haben auch gewisse Typen drin, wie zum Beispiel Abraham, der nahezu jedes Laufduell für sich entscheidet. Sie haben immer wieder viele Balleroberungen dabei, um schnell umzuschalten und spielen schnell die Spitzen an. Mit Rebic und Haller spielen da zwei richtige Kanten, die die Bälle festmachen, aber auch schnell und in der Box sehr effektiv sind.

... Kevin-Prince Boateng: Er ist einer von vielen guten Spielern, die Eintracht zur Verfügung hat. Er macht das gut auf der Sechs, mit vielen Balleroberungen, und er schirmt den Ball gut ab. Er ist bei Ballbesitz oftmals aber auch auf der Acht zu finden und hat zuletzt ein schönes Tor gemacht gegen Hoffenheim, bei dem man seine Stärken sieht.

... den Tabellenstand: Wir wissen, dass wir viel investieren müssen im Training und am Spieltag, um zum Beispiel einen Punkt zu holen gegen Dortmund und Gladbach. Wimpernschläge entscheiden am Ende. Die Tabelle ist erst am letzten Spieltag wichtig. Für die Fans ist es schön, dass wir so viele Punkte haben. Aber wichtig ist, dass wir uns davon nicht irritieren lassen. Wir schauen auf die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Wir sind in einem Entwicklungsprozess, der auch jetzt noch nicht vorbei ist.

... die Situation von Pablo Insua und Nabil Bentaleb: Bei Nabil ist die Idee so, dass er im Trainingslager wieder dazu stößt. Ob direkt mit der Mannschaft oder erst noch individuell müssen wir sehen. Bei Pablo ist etwas langwieriger. Aber natürlich wollen wir ihn im Trainingslager auch dabei haben und bei der Mannschaft haben.




Manager Christian Heidel über:

... die Stärke der Bundesliga: Die Bundesliga ist ausgeglichen, spannend und gut. Mit einer kleinen Serie kann man direkt ein paar Plätze nach oben klettern. Die Bayern sind natürlich weit weg, aber das ist auch ein gewisses Qualitätsmerkmal. Ich habe auch das Gefühl, dass in den hinteren Tabellenregionen noch nichts entschieden ist.

... den Spruch von Hans-Joachim Watzke bei „19:09 Uhr - der schwarzgelbe Talk“: Der Aki ist ja ein schlauer Mann. Ich kenne ihn schon eine Zeit lang. Er hat natürlich schon sehr schnell erkannt, wenn man momentan wenig Applaus bekommt und über den BVB als Verantwortlicher redet, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt, Applaus und Beifall zu bekommen. Man muss eben über Schalke sprechen. Das ehrt uns sehr hier, dass wir mittlerweile so weit sind, dass es Applaus gibt, wenn Aki über Schalke 04 spricht.

Was die Trainergeschichte angeht: Peter Stöger hat auch nur einen Vertrag über sechs, sieben Monate bekommen, das ist vielleicht die neue Politik. Aber Fakt ist natürlich auch, das habe ich ihm im Spaß gesagt: Ich hab ihm jetzt zwei Trainer geschickt, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel, jetzt muss er halt mal von vorne anfangen und gucken, wo die Trainer sind. Er hat ja einen Versuch gestartet, kann ja auch mal schiefgehen. Wenn er meint, dass sechs Monate in Dortmund besser sind, als sechs Jahre auf Schalke, ist das seine Meinung, aber bis auf Jürgen Klopp hat es dort keiner so lange ausgehalten. Auf Schalke war das natürlich ähnlich, wir wollen uns damit nicht brüsten. Ich kenne Aki, für uns ist das alles gar kein Problem.


... die angestrebte Vertragsverlängerungen mit Max Meyer und Leon Goretzka: Ich gebe keine Wasserstandsmeldungen ab. Wir würden sehr gerne Max und Leon in der nächsten Saison hier sehen. Das ist auch bei beiden hinterlegt. Aber wenn das nicht der Fall ist, müssen wir uns mit der Situation neu beschäftigen. Aber dabei bitte ich noch um etwas Geduld. Wir haben beiden Spielern keine Frist gesetzt. Aber klar ist doch, da sitzen Spieler und Verein in einem Boot: Beide brauchen Planungssicherheit, deshalb gehe ich in beiden Fällen davon aus, dass es Entscheidungen im Winter geben wird.

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