Thilo Kehrer kann bei PSG Fuß fassen, Max Meyer droht der Abstiegskampf

Schalke 04

Zahlreiche Schalke-Spieler haben am Saisonende den Verein verlassen - darunter auch vier Nationalspieler. In der Länderspielpause schauen wir: Wie verläuft ihre sportliche Entwicklung?

Gelsenkirchen

, 15.10.2018, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Thilo Kehrer kann bei PSG Fuß fassen, Max Meyer droht der Abstiegskampf

© dpa

Leon Goretzka: Wer als junger Spieler zum FC Bayern wechselt, muss damit rechnen, weniger zu spielen als erhofft. Genau diese Erfahrung macht Goretzka aktuell beim Deutschen Rekordmeister. Erschwert wird dem Mittelfeldspieler die Integration zusätzlich durch die Verletztenliste, sodass er auch schon als Verteidiger aushelfen musste. Zum Missfallen des 23-Jährigen, was er auch öffentlich zwischen den Zeilen artikulierte. Aktuell macht dem früheren Bochumer eine Muskelverhärtung zu schaffen. Wieder keine große Verletzung, aber eben genau das, was ihm immer wieder den Spielrhythmus raubt.

Thilo Kehrer: Für 37 Millionen Euro wechselte Thilo Kehrer von Schalke 04 zu Paris St. Germain. Im mit Weltstars gespickten Kader hat der 22-Jährige schnell Fuß gefasst. Kehrer spielt regelmäßig und genießt viel Vertrauen seines Trainers Thomas Tuchel.

Max Meyer: Nach der öffentlichen Schlammschlacht mit Schalke dauerte es lange, bis der Mittelfeldspieler mit dem Premier-League-Klub Crystal Palace einen neuen Verein gefunden hatte. Dort läuft es für Meyer jedoch alles andere als rund. Statt sich wieder in den Fokus der deutschen Nationalelf zu spielen, droht dem gebürtigen Oberhausener eine Saison im Zeichen des Abstiegskampfes. Platz 14 ist der aktuelle Tabellenplatz. Und dass sein Trainer Roy Hodgson gegenüber britischen Medien forderte: „Max Meyer muss um seinen Platz kämpfen“, ist auch kein gutes Zeichen.

Thilo Kehrer kann bei PSG Fuß fassen, Max Meyer droht der Abstiegskampf

Steckt mit Crystal Palace mitten im englischen Abstiegskampf: Max Meyer- © imago

Benedikt Höwedes: Die 0:1-Niederlage in der Champions League gegen seinen „Herzensklub“ Schalke schmerzte ihn zwar sehr, doch die persönliche Leistungskurve zeigt bei Höwedes nach oben. Endlich ist der 30-Jährige wieder beschwerdefrei und wird für Lokomotive Moskau immer wertvoller. Beim Derby gegen ZSKA Moskau traf der Abwehrstratege zum 1:0-Siegtreffer. Solche Erfolgserlebnisse werden Höwedes Auftrieb geben. Er will beweisen, dass er noch nicht zum „alten Eisen“ gehört.

Thilo Kehrer kann bei PSG Fuß fassen, Max Meyer droht der Abstiegskampf

Wird für Lokomotive Moskau immer wertvoller - und ist endlich wieder beschwerdefrei: Ex-Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes. © dpa

Neben den vier deutschen Nationalspielern gab es weitere Abgänge beim FC Schalke 04 im Sommer 2018.

Zum Beispiel wechselte der zuvor schon ausgeliehene Coke endgültig zu UD Levante. Dort startete Coke gut in die neue Saison und stand in den ersten drei Meisterschaftspartien in der Startelf. Doch dann sah er in der Partie gegen Espanyol Barcelona die Gelb-Rote Karte und erlitt einen Bänderriss.

Für Donis Avdijaj läuft es dagegen besser. Nachdem er in der letzten Saison schon zu Roda Kerkrade ausgeliehen war, entschied sich der junge Stürmer, Schalke endgültig zu verlassen und zu Willem II Tilburg zu wechseln. Dort blüht Avdijaj zurzeit regelrecht auf. Drei Tore und eine Torvorlage sind eine gute Zwischenbilanz.

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Marko Pjaca kehrte nach seiner halbjährigen Leihe von Schalke zu Juventus Turin zurück. Die Turiner liehen den Stürmer an den AC Florenz aus, wo er nach Verletzungsproblemen wieder angreifen will.

Sein Wechsel zum SC Paderborn (Vertrag bis 2021) hat sich für Bernard Tekpetey bisher ausgezahlt. In neun Zweitligaspielen hat er bereits drei Tore erzielt.

Luke Hemmerich kehrte nach seiner Ausleihe zum VfL Bochum nicht zu Schalke zurück, sondern unterschrieb bis 2021 einen Vertrag beim Zweitligisten Erzgebirge Aue. Zu Beginn der Saison kam der 20-Jährige zweimal zum Einsatz, jetzt drückt er die Ersatzbank.