Torwart-Trio streitet um den Platz hinter Fährmann

Schalkes Luxusproblem

Nur wenige Positionen innerhalb einer Bundesliga-Mannschaft sind angesichts des harten Konkurrenzkampfes unumstritten. Beim FC Schalke 04 gilt das für den Torhüter, Ralf Fährmann ist die absolute Nummer eins. Doch wie stellt sich der Bundesligist hinter Fährmann auf? Das ist noch offen.

GELSENKIRCHEN

12.07.2016, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Torwart-Trio streitet um den Platz hinter Fährmann

Fabian Giefer wollte mit Ralf Fährmann um den Platz im Schalker Kasten streiten - doch sein Verletzungspech wirft ihn immer wieder zurück.

Denn Schalke leistet sich momentan den Luxus, noch vier Torhüter im Kader zu haben. Neben Ralf Fährmann sind das Fabian Giefer, Alexander Nübel und Timon Wellenreuther. „Wenn alle fit sind, wird ein Torhüter nicht glücklich sein. Aber die aktuelle Konstellation kommt uns entgegen, denn Fabian ist noch nicht voll belastbar. Seine Verletzung zieht sich leider hin“, sagt Schalke-Manager Christian Heidel.

Verletzungspech bleibt Giefer treu

Deshalb verzichtete Giefer auch auf die China-Reise und arbeitete individuell auf dem Vereinsgelände an seinem Comeback. Seit der 25 -jährige im Jahr 2014 zu den Königsblauen wechselte, ist ihm das Verletzungspech treu. Deshalb hat es der frühere Düsseldorfer Schlussmann bisher nur auf zwei Pflichtspiele für den FC Schalke 04 gebracht.

Das hatte sich Giefer natürlich bei seinem Vereinswechsel ganz anders vorgestellt. Er wollte mit Ralf Fährmann um die Nummer eins im Schalker Tor kämpfen. Doch nun droht der Schlussmann in der vereinsinternen Torhüter-Hierarchie sogar noch weiter zurückzufallen.

Fährmann voll des Lobes für Nübel

Denn der junge Alexander Nübel hinterließ schon in der vergangenen Saison so vorzügliche Trainingseindrücke, dass selbst Ralf Fährmann ins Schwärmen geriet. „Er ist ein Riesen-Talent und bringt alles mit, um sich in der Bundesliga zu etablieren,“ lobt Schalkes Nummer eins den Youngster über den grünen Klee. Nübel bewies schon beim SC Paderborn seine Klasse. Als 15-Jähriger stand der 1,93 m große Torhüter bereits im Kasten der U 19.

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Und dann ist da auch noch Timon Wellenreuther, der nach seiner Ausleihe aus Mallorca zurückgekehrt ist. Der 20-jährige Schlussmann hatte sich beim spanischen Zweitligisten einen Stammplatz erkämpft. Deshalb ist sein Ziel klar. „Ich will weiterhin spielen“, so Wellenreuther im Mai. Doch auf Schalke dürfte das kaum möglich sein. Deshalb deuten die Zeichen bei ihm wieder auf Abschied hin. Bei den Königsblauen steht Wellenreuther noch bis 2017 unter Vertrag.