Trainingsstart im Parkstadion: Alles auf Anfang für Rudy, Uth und Co.

Schalke 04

Die Schalker Rückkehrer standen bei der ersten offiziellen Trainingseinheit im Blickpunkt. Haben sie doch noch eine Zukunft bei den Königsblauen?

Gelsenkirchen

, 03.08.2020, 19:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Es ging gleich zur Sache: Alessandro Schöpf (r.) attackiert beim Schalker Trainingsauftakt Mark Uth.

Es ging gleich zur Sache: Alessandro Schöpf (r.) attackiert beim Schalker Trainingsauftakt Mark Uth. © dpa

Irgendwann muss aber auch mal gut sein mit der letzten Saison, vor allem mit dieser miserablen Rückrunde. „Sollen sie ruhig alle noch darüber reden oder schreiben. Wir machen das nicht.“ Klare Worte von David Wagner, die die Richtung anzeigen: Ab sofort wird auf Schalke nach vorn geschaut.

Historische Stätte

Der „historische“ Ort, an dem Schalkes Trainer das sagte, zwang allerdings geradezu zum Blick zurück. Denn die Königsblauen absolvierten ihr erstes offizielles Mannschaftstraining am Montagnachmittag im altehrwürdigen Parkstadion – von der einst erst spöttisch, später ehrfürchtig „Betonschüssel“ genannten Spielstätte ist zwar nicht mehr viel übrig geblieben, immerhin erinnert ein nahezu unveränderter Teil der Gegengerade an vergangene Zeiten. Gute Zeiten, schlechte Zeiten. So wie Schalke halt war und ist.

Das Stadion wurde zurückgebaut, soll nun als Trainings- und auch Spielstätte für die Nachwuchsmannschaften dienen. Die offizielle Stadioneröffnung fiel im März Corona zum Opfer, nun weihten halt die Schalker Profis mit ihrer ersten Übungseinheit das „neue“ Parkstadion ein.

Den Startschuss dafür hatten zwei komplett negative Corona-Tests beim ganzen Kader gegeben – weil gute Nachrichten auf Schalke zuletzt rar gesät waren, ist eine solche Information durchaus erwähnenswert.

Corona-Tests negativ

Zweite gute Nachricht: Bis auf Nabil Bentaleb (Urlaub nach der längeren Saison in England), Salif Sané und Omar Mascarell (trainierten nach ihren Verletzungen noch individuell) standen alle Spieler auf dem Platz, die zum Kader gehören. Benjamin Stambouli (Vertrag ausgelaufen) zählt derzeit nicht mehr dazu.

Dafür aber Profis wie Mark Uth, Sebastian Rudy, Steven Skrzybski und Hamza Mendyl – die „Ausleiheritis“ in der Fußball-Branche hatte sie nach Köln, Hoffenheim, Düsseldorf und ins französische Dijon befördert. Nun trafen sie sich auf Schalke wieder, wo sie unter Vertrag stehen. „Das sind ja gefühlte Neuzugänge“, schmunzelte Team-Koordinator Sascha Riether.

„Echte“ Neuzugänge konnte Schalke noch nicht vermelden – auch die Bestätigung des Transfers von Torhüter Alexander Schwolow lässt auf sich warten. Auf dem Trainingsplatz übten die „bekannten“ S04-Torhüter Markus Schubert, Michael Langer und Ralf Fährmann – ebenfalls ein Rückkehrer.

„Schlaue Spieler“

Aber welche Zukunft haben die zurückgekehrten Spieler auf Schalke? Haben Sie überhaupt eine bei den Königsblauen? Würde Schalke das verneinen, würden die Spieler zum Schnäppchenpreis ins Schaufenster gestellt. Also ist es zum einen natürlich auch Kalkül, wenn Sportvorstand Jochen Schneider beispielsweise Sebastian Rudy in den höchsten Tönen lobt. Aber möglicherweise steckt auch echte Überzeugung dahinter, wenn Wagner Rudy und Uth als „schlaue Spieler“ bezeichnet, denen er zutraut, ins „System Wagner“ zu passen.

Schließlich wurden Fußballer dieser Kategorie ja bei vollem Bewusstsein in der Annahme verpflichtet, sie könnten Schalke verstärken. Rudy und Uth ist das noch nicht geglückt, aus unterschiedlichen Gründen. „Aber jetzt unternehmen wir alle gemeinsam einen neuen Anlauf“, verspricht Wagner, der sich vorher mit den Rückkehrern zu Einzelgesprächen getroffen hat.

„Alle mit Freude dabei“

Alles auf Anfang, heißt es also für Rudy und Co. Nach der achtzigminütigen ersten Trainingseinheit lobte Riether auch die Rückkehrer: „Alle waren mit Freude dabei.“

Die dritte gute Nachricht des Tages.

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