Vereinzelte Auseinandersetzungen zwischen Fans

Polizei zieht positives Fazit

Vor dem Rückspiel im Viertelfinale der Europa League zwischen dem FC Schalke 04 und Ajax Amsterdam ist es zu vereinzelten Auseinandersetzungen beider Fangruppen gekommen. Die Situationen seien aber schnell beruhigt worden. Nach dem Spiel blieb es ruhig, die Polizei zieht ein positives Fazit.

GELSENKIRCHEN

, 20.04.2017, 11:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vereinzelte Auseinandersetzungen zwischen Fans

Die Begegnung zwischen Schalke 04 und Ajax Amsterdam ist für die Polizei ein "Hochrisikospiel".

"Bei den Auseinandersetzungen verletzten sich zwei Fans und ein Polizeibeamter leicht", teilte die Polizei mit, die insgesamt ein positives Fazit zieht. "Die Einsatzkräfte trafen 128 freiheitsentziehende Maßnahmen und leiteten 49 Strafverfahren und vier Ordnungswidrigkeitenverfahren ein", heißt es in der abschließenden Pressemitteilung. Zudem seien zahlreiche Bereichsbetretungsverbote ausgesprochen worden.

Einsatz in der Nacht

Schon in der Nacht zu Donnerstag hatte die Polizei Gelsenkirchen eine Person festgenommen und ein Aufeinandertreffen der beiden Fanlager verhindert. Ein Ajax-Anhänger hatte in seinem Hotelzimmer randaliert und pyrotechnische Gegenstände auf die Straße geworfen. Zudem leerte er einen Feuerlöscher und warf ihn ebenfalls auf die Straße. Er wurde festgenommen, gegen ihn wird ein Strafverfahren eingeleitet. Bei anderen Kontrollen wurden Vermummungsgegenstände, Spraydosen, pyrotechnische Gegenstände und Betäubungsmittel gefunden.

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Bis in die frühen Morgenstunden gab es zahlreiche Versuche der Anhänger beider Vereine, sich im Stadtgebiet zu möglichen Auseinandersetzungen zu treffen. Das habe durch konsequentes Einschreiten schon im Vorfeld unterbunden werden können, teilte die Polizei mit. Das Viertelfinal-Rückspiel zwischen Schalke und Amsterdam ist von der Polizei als Hochrisikospiel eingestuft.

Bemerkenswerte Bitte

"Gegen 10 Personen sprach die Gelsenkirchener Polizei ein sogenanntes Bereichsbetretungsverbot aus, so dass die Betroffenen das Stadtgebiet Gelsenkirchen für den heutigen Tag nicht betreten dürfen", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei, die mit einem bemerkenswerten Appell endet. 

Die Polizei bittet "alle Fanverbände und jeden einzelnen Fußballfan, insbesondere nach den dramatischen Vorfällen in Dortmund, ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt und für Frieden und Sicherheit zu setzen. Zeigen Sie vor dem Hintergrund dieses aktuellen Ereignisses, dass Sie Ihre Fanrivalität gewaltfrei leben können. Verzichten Sie hierbei insbesondere auf das Abbrennen jeglicher Pyrotechnik und das Zünden von Böllern!"

Mit dpa