Die Bundesligasaison 2019/2020 verläuft für den FC Schalke 04 viel besser als erwartet. Warum das so ist, lesen Sie in einem Kommentar.

Gelsenkirchen

, 24.11.2019, 18:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ist der FC Schalke 04 schon eine Spitzenmannschaft? Wer nach zwölf Bundesliga-Spieltagen nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer liegt, kann zumindest für sich in Anspruch nehmen, dass er im bisherigen Saisonverlauf nicht so viel falsch gemacht hat.



In einigen Bereichen haben sich die Königsblauen ohne Zweifel bereits eine Spitzenposition erarbeitet. Zum Beispiel die Auswärtsstärke. 13 von 22 Zählern hat Schalke auf fremden Plätzen geholt. Dies beweist, dass es der Mannschaft immer besser gelingt, die taktischen Vorgaben ihres Trainers unabhängig vom jeweiligen Gegner umzusetzen.



Rückschlag in der Abwehr überwunden



Auch der Umgang mit personellen Rückschlägen nötigt Respekt ab. Der unerwartete Engpass in der Innenverteidigung wurde ohne großes Wehklagen gut aufgefangen. Auch das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus. Und auch in puncto Cleverness hat Schalke dazugelernt. Bremen wurde in der Schlussphase so aggressiv bekämpft, dass die Gastgeber nicht mehr in gefährliche Nähe des Schalker Tores kamen.



Die Fortschritte auf dem Platz sind aber wohl auch mit einem Maßnahmenkatalog außerhalb des Platzes zu erklären. Sportvorstand Jochen Schneider wurde zwar ein bisschen belächelt, als er in der Sommerpause eine große Anzahl von Experten verpflichtete, damit sich die Rahmenbedingungen für das kickende Personal verbessern. Aber die Kritiker sind aktuell verdächtig leise, weil die Personalaufstockung ihre Früchte trägt.



Amine Harit blüht auf

Das beste Beispiel ist Amine Harit, der regelrecht aufblüht. „Besonders kreative Spieler brauchen ein Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen“, betonte Lizenzspiel-Koordinator Sascha Riether kürzlich im Interview mit dieser Zeitung. Das scheint keine Floskel gewesen zu sein.



Der Expertenstab rund um die Mannschaft gehört somit wohl auch zu den Schalker Erfolgsgeheimnissen in dieser Saison, die noch einiges verspricht. Vor allem dann, wenn die Spieler weiterhin so konsequent arbeiten, wie sie es in Bremen getan haben.

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