Wie bei allen Bundesligisten stocken auch beim FC Schalke 04 die Personalplanungen. Bei den zahlreichen Leihspielern gibt es in einigen Fällen aber deutliche Tendenzen.

Gelsenkirchen

, 25.03.2020, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kaderplanung beim FC Schalke 04 ruht aktuell wegen der Corona-Krise. Gleichwohl macht sich Sportvorstand Jochen Schneider natürlich Gedanken ums Personal. Ein wichtiger Fragenkomplex betrifft die neun Spieler, die Schalke ausgeliehen hat. Hier gibt es zumindest bei einigen Spielern klare Tendenzen.


Zum Beispiel beim an den 1. FC Köln ausgeliehenen Mark Uth, der wohl liebend gern in seiner Heimatstadt auch in der nächsten Saison Fußball spielen würde. Denn in der Domstadt ist der Nationalspieler seit seiner Ausleihe sportlich regelrecht aufgeblüht und sofort zum Stammspieler geworden. Auch Kölns Trainer Markus Gisdol soll sich intern vehement für eine Weiterbeschäftigung von Uth einsetzen. Das Problem ist jedoch die Finanzierung von Uth, Köln würde ihn am liebsten eine weitere Saison ausleihen.


Teuchert hat sich in Hannover bewährt


Nicht mehr zurück zu den Königsblauen möchte auch Cedric Teuchert, der sich bei Zweitligist Hannover 96 bewährte und in bisher 17 Zweitliga-Partien fünf Treffer erzielte sowie drei weitere vorbereitete. Die Niedersachsen sollen eine Kaufoption in Höhe von 1,5 Millionen Euro besitzen.

Wohl keine Zukunft auf Schalke hat auch Sebastian Rudy, der einerseits in Gelsenkirchen Rückendeckung vermisste und sich andererseits als Hoffenheimer Rekordspieler (217 Pflichtspieleinsätze) im Kraichgau sehr wohl fühlt. „Man kann es schon Zuhause nennen. Es ist mein achtes Jahr in dem Verein. Ich habe hier meine ersten richtigen Schritte im Profi-Geschäft gemacht“, so Rudy kürzlich in einem Interview. Doch ob sein Wunsch in Erfüllung geht und er bleiben darf, hängt auch in diesem Fall von den Finanzen der Hoffenheimer ab. Seine Verpflichtung würde mehrere Millionen Euro kosten.

Hängepartien sind zu erwarten


Sehr gerne behalten würde Schalke Jonjoe Kenny. Der vom FC Everton ausgeliehene Rechtsverteidiger kam ohne Anlaufzeit in der Bundesliga zurecht und sicherte sich einen Stammplatz. Kenny fühlt sich wohl auf Schalke, machte aber auch im Interview mit dieser Zeitung noch kürzlich deutlich, dass er auch dem FC Everton viel zu verdanken hat.

Schalke wird abwarten müssen, ob es finanziell möglich ist, Kenny weiter zu halten. Ob eine Verpflichtung oder eine erneute Ausleihe angestrebt wird, ist dabei zweitrangig. Das gilt in noch größerem Maße für Jean-Clair Todibo. Mit der Entwicklung des Defensivspezialisten sind die Schalker zwar sehr zufrieden, aber die Kaufoption (25 Millionen Euro) dürfte für die Blau-Weißen vor allem vor dem Hintergrund der Corona-Krise nicht zu stemmen sein.

Grundsätzlich gilt in dieser Phase der Saison: Es sind viele Hängepartien zu erwarten.

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