Was ist in der Rückrunde für Schalke noch möglich?

Vorbild Wolfsburg

Wagen wir einmal eine vorsichtige Prognose des kommenden Spieltages: Schalke schlägt den 1. FC Köln, der HSV muss sich mit einem Punkt in Gladbach begnügen. Für die Tabelle würde das heißen: Schalke beendet die Rückrunde auf Platz neun. Platz neun: War da mal was?

DORTMUND

von Von Matthias Heselmann

, 13.12.2010, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schafft Schalke noch den Sprung ins internationale Geschäft?

Schafft Schalke noch den Sprung ins internationale Geschäft?

Na ja, mag der realistische Schalke-Fan denken, damals betrug der Abstand von Platz neun zu Platz eins auch „lediglich“ neun Punkte – wenn Dortmund am Wochenende wieder gewinnen sollte, dann hätte Schalke, einen Sieg gegen Köln vorausgesetzt, 24 Punkte aufzuholen. Platz eins scheint also, ein mittleres bis großes Fußballwunder einmal ausgenommen, nicht drin – aber wie sieht es mit dem Saisonziel „internationales Geschäft“ aus? Das ist nicht ganz so sehr außer Reichweite. Acht Punkte Rückstand hat Schalke derzeit auf Platz fünf – und es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, dass S04 diese so katastrophal begonnene Saison trotz allem noch zu einem versöhnlichen Ende führen kann:

Wenn ein Trainer das Prädikat „Mister Rückrunde“ verdient, dann er. Magaths Teams waren immer schon dafür bekannt, in der zweiten Hälfte der Saison noch einmal richtig Gas zu geben. Außerdem hat Magath einige Spieler in der Truppe, die die Sommervorbereitung nicht mitgemacht haben. Im Wintertrainingslager im türkischen Belek hat er die Mannschaft komplett beisammen und kann sie optimal auf die Rückrunde einstellen.

Bislang folgte immer dann, wenn man glaubte, Schalke hätte die Wende geschafft, ein erneuter Einbruch. Doch jetzt scheint sich die Mannschaft wirklich stabilisiert zu haben: Nach dem 0:5 in Kaiserslautern gelangen, die Champions League mitgezählt, drei Siege in Folge. Und was wichtiger ist: In Mainz stimmte endlich auch die Einstellung, Schalke attackierte früh, nahm die Zweikämpfe an und ließ die Mainzer nicht ins Spiel kommen. Zudem wiesen mehrere Spieler (wie etwa Christoph Metzelder) darauf hin, dass inzwischen auch ein guter Mannschaftsgeist herrsche – daran mögen auch die Verbannung von Jones, Baumjohann und Sarpei sowie die Mannschafts-Krisensitzung nach dem Lautern-Spiel beigetragen haben.

Der Mann ist derzeit Schalkes Lebensversicherung und hielt sowohl die Siege gegen Bayern als auch gegen Mainz fest. Und je besser Schalke am Ende der Saison abschneidet, desto wahrscheinlicher wird ein Verbleib Neuers. „Ich gehe davon aus, im nächsten Jahr für Schalke zu spielen. Sobald Schalke mir ein Angebot macht, werde ich als erstes mit Schalke reden“, sagte Neuer, schränkte zugleich aber ein: „Sicher ist nichts.“

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