Weinzierl und die unendliche Geschichte

Wirbel um eine Unterschrift

Der längst beschlossene, aber immer noch nicht offiziell verkündete Wechsel von Trainer Markus Weinzierl vom FC Augsburg zum FC Schalke 04 wurde am Dienstag um eine weitere Posse bereichert. Das Fachmagazin "Kicker" hatte am Mittag vermeldet, dass Weinzierl einen Vertrag auf Schalke bis 2019 unterschrieben habe und am 14. Juni seine Arbeit in Gelsenkirchen aufnehmen würde. Alles klar also? Noch nicht, denn Schalke dementierte umgehend.

Gelsenkirchen

31.05.2016, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Verpflichtung von Markus Weinzierl ist noch immer nicht offiziell.

Die Verpflichtung von Markus Weinzierl ist noch immer nicht offiziell.

"Wir äußern uns offiziell zur Personalie Cheftrainer, wenn alle notwendigen Dinge geregelt sind. Das ist aktuell noch nicht der Fall", heißt es von Schalker Seite. Und der FC Augsburg teilte über die Social-Media-Kanäle mit: 

Entgegen anderslautender Meldungen kann ein Wechsel von Markus Weinzierl zum FC Schalke 04 nicht bestätigt werden.

— FC Augsburg (@FCAugsburg)

 

Es scheint eine enorm sensible Personalie zu sein, die längst über die Bühne gehen sollte, sich aber weiter verzögert. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel äußerte sich gegenüber der WAZ: "Schalke hat Einigung gefunden mit dem FC Augsburg, der FC Augsburg hat sich mit Markus Weinzierl geeinigt und auch Schalke hat sich mit Markus Weinzierl geeinigt. Es fehlt allein noch ein gegengezeichnetes Schriftstück." Dem Bericht der Zeitung zufolge soll Weinzierls Dreijahresvertrag mit dem 15. Juni in Kraft treten.

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Die Augsburger wollen offenbar erst mit Dirk Schuster (Darmstadt 98) als neuem Trainer Klarheit haben, ehe sie Markus Weinzierl die endgültige Freigabe erteilen. Man darf gespannt sein, wie sich die ganzen Nebengeräusche rund um diesen Trainerwechsel auf das bisher gute Verhältnis zwischen Reuter und Weinzierl auswirken.

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Auch die Darmstädter wollen erst eine Entscheidung haben, wer Schuster nachfolgt, bevor sie dem Wechsel ihres Trainers zustimmen. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten Kosta Runjaic (zuletzt Kaiserslautern), Alois Schwartz (SV Sandhausen) und Jürgen Kramny (zuletzt VfB Stuttgart).

Darmstadt hofft auf Platte

Bei ihrem Spielerpersonal für die neue Saison setzen die "Lilien" offenbar weiterhin auf den ausgeliehenen Schalker Jung-Stürmer Felix Platte. Nach Informationen des "Darmstädter Echo" stehen die Chancen der Hessen gut, den 20-jährigen Angreifer für eine weiteres Jahr vom FC Schalke 04 auszuleihen. Neu-Manager Christian Heidel plane zumindest vorerst ohne das Schalker Angriffstalent.