Weinzierls Premiere: Kein Trainer der lauten Töne

Erster Auftritt auf Schalke

Die erste Niederlage auf Schalke hat Markus Weinzierl schon hinter sich. Bei der Wohnungssuche kassierte der neue Schalker Trainer eine Absage mit der Begründung: „Ich suche einen langfristigen Mieter“, erzählte der 41-Jährige bei seiner Vorstellung mit einem Schmunzeln.

GELSENKIRCHEN

22.06.2016, 00:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weinzierls Premiere: Kein Trainer der lauten Töne

Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.

Diese Erfahrung war für den gebürtigen Straubinger aber nicht neu. „In Augsburg war es ähnlich“, sagte Weinzierl, dort blieb er dann vier Jahre und wurde zu einem der erfolgreichsten Trainer in der Geschichte der Oberschwaben. Sollte der Nachfolger von André Breitenreiter ähnlich lange auf dem Trainerstuhl bei den Königsblauen sitzen, wäre das angesichts der Historie ein großer Erfolg. Huub Stevens war der letzte Schalker Trainer, der in seiner ersten Amtszeit (bis 2002) seinen Vertrag erfüllte.

Weinzierl "kann schlecht verlieren"

Weinzierl präsentierte sich bei seinem ersten Auftritt im Pressezentrum der Schalke-Arena zurückhaltend. Er ist kein Trainer, der große Töne spuckt oder als Innovator des Fußballs daherkommt. Dass er sehr ehrgeizig ist, daran ließ der 41-Jährige keinen Zweifel: „Ich kann schlecht verlieren.“

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Schalke stellt seinen neuen Trainer Markus Weinzierl vor

Bilder der Vorstellung des neuen Schalke-Trainers Markus Weinzierl.
21.06.2016
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Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.© Foto: imago
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Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.© Foto: dpa
Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.© Foto: dpa
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Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.© Foto: imago
Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.© Foto: dpa
Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.© Foto: dpa
Bilder der Vorstellung von Markus Weinzierl als neuer Trainer des FC Schalke 04.© Foto: dpa

Auch Forderungen nach großen Verstärkungen für seine Mannschaft kamen ihm nicht über die Lippen. „Ich habe hier eine gute Basis, um erfolgreich zu sein.“ Wie Schalke dieses Ziel erreichen soll, blieb aber noch ein bisschen nebulös. Ins Detail ging Weinzierl (noch) nicht, wenn er Fragen nach der neuen Spielphilosophie beantworten sollte. „Frech, mutig und aktiv nach vorn“, so stellt sich der 41-Jährige die Auftritte seiner Mannschaft vor. Dabei soll wohl auch Klaas-Jan Huntelaar weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Weinzierl: „Ich habe höchsten Respekt vor seinen Leistungen. Er ist wichtig für mich.“

"Werde meine Meinung sagen"

Dass auf Schalke im Vorfeld der Mitgliederversammlung am Sonntag große Unruhe herrscht, lässt Weinzierl kalt. „Das Interesse sehe ich positiv. Es ist ein großer Klub, viele Leute haben eine Meinung. Ich werde meine immer gerade heraus sagen.“

Bei der Formulierung eines Saisonziels blieb der Schalker Trainer ebenfalls zurückhaltend. „Jeder will den maximalen Erfolg, wir müssen aber erst mal bodenständig sein, arbeiten und dann die Ziele entwickeln. Mit mir hat hier noch niemand über Titel gesprochen. Wenn wir alles gut analysieren und konzentriert arbeiten, bekommen wir das, was uns zusteht.“

Trainerteam komplett

Dabei mithelfen wird auch sein Trainerteam, das mittlerweile komplett ist. Aus Augsburg bringt Weinzierl seine Co-Trainer Wolfgang Beller und Tobias Zellner sowie Athletiktrainer Thomas Barth mit. Weiterhin für Schalke arbeiten Torwart-Trainer Simon Henzler und Athletik-Trainer Ruwen Faller. Außerdem kehrt Markus Zetlmeisl, der zuletzt in der Knappenschmiede arbeitete, als Konditionstrainer zurück. Für den langjährigen Co-Trainer Sven Hübscher wird eine neue Aufgabe im Verein gesucht.

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Das erste öffentliche Training der Schalker Mannschaft findet am nächsten Mittwoch (29. Juni) statt. Montag und Dienstag steht die Leistungsdiagnostik im Vordergrund.  

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