Wer steht an der Seite von Schalke-Trainer Weinzierl?

Poker um die Assistenten

In zweieinhalb Wochen ist für die Schalker Profis, die nicht mit ihren Nationalteams unterwegs sind, die Sommerpause vorbei: Am Montag, 27. Juni, ist Trainingsauftakt für die neue Saison. Auf dem Platz steht dann der neue Trainer Markus Weinzierl - doch wer wird an seiner Seite stehen? Um diese Frage gibt es derzeit noch ein kleines Tauziehen.

GELSENKIRCHEN

09.06.2016, 20:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wer steht an der Seite von Schalke-Trainer Weinzierl?

Markus Weinzierls (2.v.r.) Trainerteam in Augsburg (v.l.): Zdenko Miletic (Torwarttrainer), Tobias Zellner (Co-Trainer), Wolfgang Beller (Co-Trainer) und Thomas Barth (Athletik-Trainer).

Wenn ein Verein einen neuen Coach verpflichtet, dann hat es sich in den vergangenen Jahren so eingebürgert, dass der neue Coach nicht allein kommt, sondern meistens noch einen oder zwei Co-Trainer mitbringen (oder, wie im Fall Felix Magath, einen ganzen Trainerstab). Meist sind diese Co-Trainer nicht nur Assistenten, sondern darüber hinaus auch langjährige Vertraute des Trainers. Bei Markus Weinzierl ist das nicht anders.

Jetzt lesen

Seit vier Jahren hatte er in Augsburg mit Tobias Zellner, Wolfgang Beller und dem Athletik-Trainer Thomas Barth zusammengearbeitet – wie eng das Verhältnis ist, zeigte sich zuletzt, als Weinzierl, Zellner und Beller gemeinsam beim Aufräumen nach dem Hochwasser im bayerischen Simbach anpackten.

"Schade, was da abläuft"

Das Problem: Der FC Augsburg stellt sich quer. "Markus hätte uns gerne dabei, aber Augsburg muss uns aus dem Vertrag lassen", wurde Zellner in der "Augsburger Allgemeinen" zitiert: "Ich finde es schade, was da gerade abläuft. Es ist klar, dass dies alles nicht gut ist für alle Beteiligten." Schon beim Poker mit Schalke um Markus Weinzierl hatte Augsburgs Manager Stefan Reuter auf Zeit gespielt – gut möglich, dass es bei Weinzierls Assistenten auf eine ähnliche Hängepartie hinausläuft.

Jetzt lesen

Dass Zellner, Beller und Barth am Ende auf Schalke landen, ist allerdings wahrscheinlich: Schließlich bringt Augsburgs neuer Trainer Dirk Schuster auch seine gewohnten Assistenten aus Darmstadt mit. Gut möglich aber, dass Schalke-Manager Christian Heidel für die vorzeitige Vertragsauflösung des Trios noch einmal in die Tasche greifen muss.

Jetzt lesen

Wer von Schalkes altem Trainerstab mit in die neue Saison geht, ist noch offen – als wahrscheinlich gilt aber, dass Torwarttrainer Simon Henzler bleibt. Zum einen hatte ihm Ralf Fährmann unlängst das Vertrauen ausgesprochen, zum anderen steht fest, dass Weinzierls alter Torwarttrainer Zdenko Miletic in Augsburg bleibt.

Heidel will auf der Bank sitzen

Christian Heidel wird, anders als sein Vorgänger Horst Heldt, mit dem Trainerteam zumindest bei Spieltagen auf Tuchfühlung gehen: Er wolle sich bei Schalke-Spielen auf die Bank setzen, kündigte der neue Manager gegenüber der Funke Mediengruppe an. "Mir ist es extrem wichtig, dass ich ein Gefühl für die Stimmung bekomme", erklärt Heidel. "Da unten kriege ich mit, ob sich alle freuen, wenn wir ein Tor schießen - oder ob zwei nicht so sehr mitgehen, weil sie gerade nicht auf dem Platz sind." Auch in Mainz hatte Heidel die Spiele von der Bank aus verfolgt.

Lesen Sie jetzt