Wer wird neuer Trainer auf Schalke?

Trennungs-Bestätigung fehlt noch

Eine offizielle Bestätigung der Trennung von Trainer Roberto Di Matteo durch den FC Schalke 04 steht immer noch aus, doch die Trennung selbst steht nach Medienberichten schon längst fest. Auch die Nachfolger für den Trainerstuhl in Gelsenkirchen werden schon gehandelt. Einer der Kandidaten winkte am Montagabend aber schon ab.

GELSENKIRCHEN

26.05.2015, 09:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wer wird neuer Trainer auf Schalke?

Schalkes Manager Horst Heldt beantwortet in Gelsenkirchen die Fragen von Journalisten. Foto: Federico Gambarini

Nach Medienberichten steht der vorzeitige Abschied des Schweizers längst fest. Nach einer desaströsen Rückrunde und den verpassten Saisonzielen soll Di Matteo nach siebeneinhalb Monaten schon wieder gehen. 

Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, ist der Vollzug vom Fußball-Bundesliga-Sechsten noch nicht bestätigt worden, weil es Differenzen über die Abfindung des Trainerteams geben soll. Di Matteo, der noch einen Vertrag bis 2017 hat, soll zunächst zugestimmt haben, auf einen Großteil der Abfindung zu verzichten: Statt 5,8 Millionen soll er mit 1,9 Millionen Euro einverstanden gewesen sein.

Stundenlange Verhandlungen am Montag

Allerdings hätten die Berater des 44 Jahre alten Italo-Schweizers dagegen ein Veto eingelegt. Sie sollen am Montag stundenlang in Düsseldorf mit Schalke-Manager Horst Heldt verhandelt haben.

Schalkes U19-Trainer Norbert Elgert - genannt als einer der möglichen Nachfolger von Di Matteo - hat derzeit keine Ambitionen auf die Beförderung zum Chefcoach der Bundesliga-Profis. „Vielleicht in ein, zwei Jahren einmal“, sagte er dem TV-Sender Sport1 nach dem 3:1-Sieg seiner Mannschaft im Finale um die A-Junioren-Meisterschaft gegen 1899 Hoffenheim. Er brauche nach 18 intensiven Jahren auf dem Posten jetzt „einen längeren Urlaub oder vielleicht eine Kur“, meinte der 58-Jährige. Wenn er gewollt hätte, wäre er schon längst einmal Trainer der Profis geworden, fügte er hinzu.

Veh und Breitenreiter noch auf der Liste

Auf der Kandidatenliste stehen derzeit noch der frühere Stuttgarter Meistertrainer Armin Veh und André Breitenreiter vom Absteiger SC Paderborn. Selbst eine Rückkehr von Mirko Slomka, Huub Stevens oder Marc Wilmots scheint auf Schalke nicht ausgeschlossen.

Di Matteo hatte mit vielen Vorschusslorbeeren erst am 7. Oktober 2014 Jens Keller abgelöst. Immerhin kam der 44-Jährige mit der Empfehlung des Champions-League-Sieges 2012 mit dem FC Chelsea. Doch er erfüllte die Erwartungen nicht. Die Champions League wurde verpasst, und statt des anvisierten attraktiven Fußballs lieferte seine Mannschaft blutleere und uninspirierte Auftritte ab. Die Konsequenz: wütende Fan-Proteste.

Mit einer lausigen Bilanz von zwei Siegen in den vergangenen zehn spielen fiel Schalke in der Abschlusstabelle sogar noch hinter den FC Augsburg auf Rang sechs zurück und muss um die direkte Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League bangen. Wenn ausgerechnet Erzrivale Borussia Dortmund das Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg gewinnt, muss Schalke schon in der 3. Qualifikationsrunde einsteigen und dann auch noch die Playoffs überstehen.

Dabei hatte Di Matteo im Liga-Endspurt viel versucht. Erst vor zwei Wochen wurden die Profis Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam wegen ihrer „Nicht-Leistungen“ vor die Tür gesetzt. Die Maßnahme verpuffte ebenso wie ein Kurz-Trainingslager vier Spieltage vor Schluss. Spielerisch und vor allem kämpferisch lieferte Di Matteos Team zuletzt nichts mehr. 

Von dpa

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