Darum wurden 13 Hermes-Transporter von der Polizei stillgelegt

rnHermes

Die Polizei hat 13 Transporter des Paketdienstes Hermes in Schermbeck stillgelegt. Diese waren ohne Versicherungsschutz unterwegs. Eine Sprecherin sprach von einer „beliebten Masche“.

Schermbeck, Raesfeld

, 24.05.2019, 11:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Kreispolizeibehörden Wesel und Borken wurde am Freitag bekannt gegeben, dass ein Polizeibeamter des Borkener Bezirksdienstes im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz für Kraftfahrzeughalter am Mittwoch das Firmengelände des betroffenen Transportunternehmens in Schermbeck aufsuchte.

Polizeisprecher Frank Rentmeister sagte auf Anfrage, dass der Polizeibeamte wohl nicht damit gerechnet hatte, was dann passieren sollte. „Sonst hätte er vermutlich die Polizei Wesel hinzugezogen.“ Der Beamte überprüfte die auf dem Firmengelände stehenden fünf Auslieferungsfahrzeuge. Dabei stellte sich heraus, dass alle zur Entstempelung ausgeschrieben waren, da kein gültiger Kfz-Versicherungsvertrag vorlag.

Während der Anwesenheit des Beamten kehrten acht Auslieferungsfahrer von ihren Touren zurück und wurden durch den Beamten überprüft. Das erschreckende Ergebnis: Auch diese acht Transporter waren wegen fehlenden Versicherungsvertrages zur Entstempelung ausgeschrieben.

Versicherungen würden den Behörden Fahrzeuge melden, die wegen Vertragsverletzungen oder nicht bezahlter Rechnungen nicht mehr versichert, aber noch angemeldet seien, erklärt Rentmeister den Hintergrund.

Die Kennzeichen der Fahrzeuge wurden wurden laut Mitteilung der Polizei entstempelt und gegen die acht Fahrer sowie die beiden Halter (einer sechs, der andere zwei Fahrzeuge) Strafverfahren eingeleitet. Bei den fünf stehenden Fahrzeugen handele es sich nicht um eine Straftat, sagt Rentmeister, da man bei diesen keine Fahrten ohne Versichungsschutz nachweisen könne.

Bei dem Hermes-Paketshop in Schermbeck konnten wir keine Auskunft erhalten. Wegen „Urlaub“ sei dies erst in der übernächsten Woche möglich, so ein Mitarbeiter. Was mit den Paketen nun geschehe, könne er nicht sagen.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt