17-Millionen-Euro-Projekt am Marienheim

Neu- und Umbau

Umfangreiche Neu- und Umbauarbeiten plant der Caritasverband Marl als Träger des Schermbecker Altenpflegeheims „Marienheim“. Ein 17-Million-Euro-Projekt, sagt Markus Bothe, Geschäftsführer der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft Marl und Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands Marl.

Schermbeck

, 23.01.2017, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umfangreiche Baumaßnahmen plant die Caritas auf dem Gelände des Marienheims.

Umfangreiche Baumaßnahmen plant die Caritas auf dem Gelände des Marienheims.

„Wir wollen Ende 2017, Anfang 2018 beginnen. 2021 soll alles fertig sein“, sagte Bothe am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung. Zuvor muss der Bebauungsplan geändert werden. Dazu tagt der Planungsausschuss am 1. Februar. Zwei Gründe für die Pläne, die im laufenden Betrieb umgesetzt werden sollen, sind:

› die Veränderung der Bewohnerstruktur (derzeit sind 60 Prozent demenziell erkrankt, Tendenz steigend) und › neue Gesetzesvorgaben, wie das Wohn- und Teilhabegesetz, das unter anderem eine Einzelzimmerquote von mindestens 80 Prozent vorsieht.

Abriss des Krankenhauses

Das ehemalige Krankenhaus soll darum abgerissen werden – 44 Pflegebedürftige leben derzeit dort, die meisten in Doppelzimmern. Zunächst will der Caritasverband aber durch Anbauten und Aufstockungen am Neubauteil wegfallende Plätze ersetzen, sodass weitere 108 Dauerpflegeplätze und sechs Kurzzeitpflegeplätze vorgehalten werden. Für die geplante Dreigeschossigkeit muss der B-Plan geändert werden. Um Bewohner vor Auswirkungen der Bauarbeiten zu schützen, könne man räumliche Kapazitäten im Altbauteil nutzen, so Bothe.

Mietwohnungen

Außerdem sollen bis zu 44 Mietwohnungen für Senioren in zwei Baukörpern – auf dem Grundstück des früheren Krankenhauses und dem des jetzigen Hausmeisterhauses – auf vier Geschossen entstehen. Eine Hälfte mit Wohnflächen zwischen 45 und 55 Quadratmetern, die andere mit Größen von 58 bis 72 Quadratmetern für zwei Personen. Viele Versorgungsangebote können die Besucher hier in Anspruch nehmen, um möglichst lange selbstständig in den „eigenen vier Wänden“ leben zu können.

Zudem ist eine Tagespflege mit 12 bis 18 Plätzen im Erdgeschoss eines noch zu errichtenden Gebäudes an der Erler Straße geplant.

In der Mitte des Gebäude-Ensembles soll ein Gemeinschaftsraum (165 Quadratmeter) für Marienheimbewohner und Mieter der Seniorenwohnungen entstehen. Eine „Sakralzelle“ mit Tabernakel für drei bis vier Personen soll integriert werden und bei Gottesdiensten zum Gemeinschaftsraum hin geöffnet werden können. Als Ersatz für die jetzige Kapelle, die den Abbruchmaßnahmen ebenfalls zum Opfer fällt.

Lesen Sie jetzt