25 Jahre für das Marienheim gearbeitet

Frank Michelbrink

Seit 25 Jahren arbeitet Frank Michelbrink im Marienheim - als Arbeitnehmer mit Behinderung. Für seinen Einsatz wurde er mit dem Ehrenzeichen in Silber geehrt.

SCHERMBECK

, 30.01.2014, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
25 Jahre für das Marienheim gearbeitet

Das Einsammeln von Abfällen auf den fünf Wohnbereichen des Marienheims gehört zu den täglichen Aufgaben, die der behinderte Mitarbeiter Frank Michelbrink mit sehr viel Freude verrichtet.

Der 45-jährige gebürtige Obrighovener, der als behinderter Arbeitnehmer zunächst in Altenheimen der Region leichte Tätigkeiten verrichtete, freute sich riesig, als es seiner Mutter Ingrid vor 25 Jahren gelang, für ihn eine Stelle im damals noch jungen Schermbecker Marienheim zu finden. "Mir macht jede Arbeit Spaß", zeigt sich Michelbrink zufrieden mit seiner Anstellung im Rahmen einer halben Stelle. Zwischen 11 und 16 Uhr verrichtet er seinen Dienst in den fünf Wohnbereichen des Marienheims, in denen 114 Heimbewohner betreut werden. Viel Unterstützung bekommt er bei offenen Fragen von der Pflegedienstleiterin Brigitte Janßen."Sehr zuverlässig"

"Frank ist sehr zuverlässig", lobt ihn Einrichtungsleiter Klaus P. Optenhövel. Er ist überzeugt, dass man auch behinderte Menschen durch eine Beschäftigung glücklich und zufrieden machen kann. "Wir reden nicht von Inklusion, wir leben sie", so Optenhövel und verweist auf zwei im allgemeinen Arbeitsmarkt benachteiligte Beschäftigte, die derzeit im Marienheim arbeiten.

"Der Staat redet viel, aber er stellt keine Mittel bereit", zeigt sich Optenhövel allerdings enttäuscht von der Politik. Der Stellenplan des Marienheims weise keine Plätze für behinderte Menschen aus, aber wenn man schon die Bereitschaft zur Eingliederung von schwer zu vermittelnden Arbeitskräften zeige, dann müssten auch Gelder fließen.

 

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