Abrahamhaus wird kein Haus für Flüchtlinge

Details vorgestellt

In der Selecao-Soccer-Halle hat der Vorstand des SV Schermbeck am Samstag die Planungen für das „Abrahamhaus“ vorgestellt – mit interessanten Details.

Schermbeck

, 15.10.2017 / Lesedauer: 3 min
Abrahamhaus wird kein Haus für Flüchtlinge

Die SVS-Vorstandsmitglieder Johannes Brilo (l.) und Michael Steinrötter (r.) informierten am Samstag in der Selecao Soccerhalle über den Bau des geplanten Abrahamhauses.

Der SVS-Vorsitzende Johannes Brilo hat über die bisherigen Maßnahmen in den Reihen des SV Schermbeck und in der Politik berichtet, um im Rahmen des Sonderprogramms des Landes NRW „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ die Errichtung des Abrahamhauses auf dem Sportgelände des SV Schermbeck möglich zu machen.

Zweigliedriger Bau

Brilo, der – allerdings ehrenamtlich – auch als Architekt mit seinem Büro die Pläne ausgearbeitet hat, stellte dann bauliche Details vor. Wer künftig durch das Tor am jetzigen Rasenplatz geht, stößt im vorderen Bereich auf einen zweigliedrigen Bau, der über drei Geschossebenen verfügt. Der lange südliche Flügel verläuft entlang des Grenzbereiches zwischen dem Kunstrasenplatz und dem Rasenplatz. Dieser Trakt beinhaltet im unteren Geschoss acht Kabinen und einen Mehrzweckraum für den Platzwart, im ersten Obergeschoss eine Cafeteria und einen Outdoorbereich sowie im zweiten Obergeschoss Geschäftsräume und einen Fitnessbereich. In dem Trakt befinden sich auch ein Vereinsheim, sanitäre Anlagen, ein Behinderten-WC und ein Umkleideraum für behinderte Menschen.

Keine Gaststätte

Im nördlichen Gebäudekomplex mit den Maßen 20 mal zehn Meter befinden sich Schulungsräume, ein Schiedsrichterraum und ein Fitnessbereich. Zum Gebäudekomplex gehört ein Verkaufskiosk. Es wird keine Gaststätte geben. „Wir wollen keine Konkurrenz zur heimischen Gastronomie“, hob Brilo hervor. Das Vereinsheim diene allenfalls für Weihnachtsfeiern oder Feiern anlässlich von Meisterschaften und könne als Treffpunkt für Verbandsveranstaltungen genutzt werden.

Von den Gesamtkosten über 1,2 Millionen Euro übernimmt das Land 0,96 Millionen Euro. Den 20-prozentigen Eigenanteil übernimmt der SV Schermbeck durch Geldleistungen über 120 000 Euro und Muskelleistung in derselben Höhe. Es müssen insgesamt 8000 Arbeitsstunden zu jeweils 15 Euro ausgewiesen werden. Die Baumaßnahme muss im Jahre 2017 beginnen und im Jahre 2018 abgeschlossen werden.

Für Vereine

Johannes Brilo trat Gerüchten entgegen, wonach das Abrahamhaus als ein Haus für Flüchtlinge errichtet werde. Es sei ein Haus für den Verein, das aber auch von anderen gemeindlichen Gruppen genutzt werden könne und auch einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in die Gemeinschaft leisten könne.

Mit dem Abriss des Gebäudealtbestandes wurde bereits begonnen. „Es gibt zwar schon etliche Helfer, aber es können sich noch weitere Helfer melden“, ermuntert Michael Steinrötter als Leiter der Fußballabteilung zur Unterstützung bei den anfallenden Arbeiten.