Alternativ-Route für Radweg geplant

Von Gahlen nach Kirchhellen

Still ist es geworden um den geplanten Radweg zwischen Gahlen und Kirchhellen. Doch im Hintergrund laufen weiter Gespräche. Nun wurde von Gahlener Befürwortern des Radwegs um Antonius Jansen eine Alternativ-Route vorgeschlagen.

Gahlen

, 03.05.2016, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alternativ-Route für Radweg geplant

Der Radweg von Kirchhellen nach Gahlen soll ab der Bushaltestelle in Besten nach links in einen Privatweg geführt werden. Zudem ist eine Querungshilfe für die Bushaltestelle in Planung.

Bürgermeister Mike Rexforth: „Damit würde man nicht nur viel Geld sparen, sondern auch den Radweg an die Route Schermbeck.Rundum anbinden.“ Die Alternative sieht vor, dass der Radweg entlang der Bestener Straße auf Schermbecker Gebiet von der Gemeindegrenze nur bis zu einem noch namenlosen Privatweg zwischen den Einmündungen Pannacker Straße und Lehmbruckstraße in Besten ausgebaut wird. Vom Privatweg aus würden Radfahrer über Pannacker Straße und Janbrucksfeld Richtung Gahlener Ortskern geführt.

Kosten sparen

Mit den Eigentümern des Privatwegs habe man bereits gesprochen, sagt Rexforth. 2009 sei der Weg zudem als Gemeindestraße öffentlich gewidmet worden. „Den Weg kann man dann aber so nicht lassen“, sagt Gerd Biewald (Straßen.NRW): „Der müsste asphaltiert werden.“ Dennoch: 1,5 statt 3 Kilometer neuer Radweg – das wäre deutlich günstiger. Biewald schätzt, dass die Kosten am Ende bei der Hälfte bis Zweidrittel der ursprünglich veranschlagten Höhe (500 000 Euro) für den Schermbecker Bereich liegen könnten.

Ortstermin

Bei einem Ortstermin, so Rexforth, sei man die Bestener Straße abgegangen, und Straßen.NRW-Vertreter hätten am eigenen Leibe erfahren, wie nah einem der motorisierte Verkehr dort rückt. „Danach war nicht mehr die Frage, ob, sondern nur noch wann der Radweg gebaut wird.“ An der Bushaltestelle in Höhe des Privatwegs an der Bestener Straße dringt Rexforth trotz Tempo-50-Beschränkung auf eine Querungshilfe. Die Notwendigkeit wird auch von Biewald gesehen.

Schleppende Grundstücksverhandlungen

Dass die Grundstücksverhandlungen schleppend verlaufen sind, liegt laut Jansen daran, dass die Kommunikation seitens Straßen.NRW nur schriftlich erfolgt sei und Eigentümern keine konkreten Quadratmeterzahlen mitgeteilt worden seien. Ungefähre Zahlen habe man genannt, so Biewald. Grundsätzlich seien die Anlieger für den Radweg, so Jansen: „So problematisch sehe ich das gar nicht.“ Problematisch ist noch die Verlegung eines Gewässers in Höhe der Nierlei-straße, das verrohrt auf die andere Straßenseite gelegt werden soll und von dort offen „mäandern“ soll, wie Biewald sagt. Er und Rexforth wollen „möglichst vor den Sommerferien“ Eigentümer, Verwaltung und Straßen.NRW-Vertreter an einen Tisch bringen und die Pläne vorstellen. Zur zeitlichen Perspektive befragt, sagt Biewald, dass man noch ein halbes bis Dreivierteljahr brauche, um das Projekt „ausführungsreif“ zu planen. „Wenn alles optimal läuft, könnte der Radweg im nächsten Jahr fertig werden.“ 

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