Anwohner der Kläranlage bemängeln Geruchsbelästigung

Sanierungspläne

Der Lippeverband wird wie berichtet bis 2020 die Schermbecker Kläranlage umbauen. Die Projektleiter Andreas Dudzik und Christian Schwarz, Betriebsleiterin Ulla Hülser und Andreas Eißing vom Technischen Bauamt stellten Anwohnern die Pläne am Dienstagabend im Begegnungszentrum vor.

Schermbeck

, 17.12.2015, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner der Kläranlage bemängeln Geruchsbelästigung

Während der Anwohnerversammlung standen Andreas Eißing, Andreas Dudzik, Ulla Hülser und Christian Schwarz (v.l.) als Ansprechpartner zur Verfügung.

Der „Zahn der Zeit“ hat an der 1971 eröffneten Kläranlage genagt. Außerdem wurde seit 2012 auch die Anschlussgröße von 16 000 Einwohnergleichwerten öfter im politischen Raum hinterfragt. Im Januar soll mit dem Umbau während des laufenden Betriebs begonnen werden. 10,7 Millionen Euro werden in fünf Bauabschnitten auf 5136-Quadratmeter-Gelände verbaut. Im ersten Bauabschnitt werden Nachklärbecken, Rücklaufschlammpumpwerk und Rohrleitungen erneuert, im zweiten Abschnitt das Betriebsgebäude und das Rechengebäude umgebaut. Um den Umbau der Nachklärung und der so genannten „Belebung“ geht es im dritten Bauabschnitt. In den letzten beiden Abschnitten wird unter anderem das „Essener Becken“ abgerissen. Für 18 000 Einwohnergleichwerte ist die Anlage dann ausgelegt. Das reicht auch für die Schmutzwässer aller im Ausbau befindlichen Wohngebiete.

Geruchsbelästigung

Die Bürger bemängelten die Geruchsbelästigung, die besonders an Sommerabenden auftrete. „Seit August müsste es deutlich besser geworden sein“, sagte Eißing und verwies auf bereits erfolgte Veränderungen. Ursache für Geruchsbelästigung sei die zu hohe Verweildauer des Abwassers in den Druckrohrleitungen. Was nach dem Umbau der Kläranlage mit dem bisher im Gemeindebesitz befindlichen Teich an der Nordseite der Anlage geschieht, steht noch nicht fest. Sobald Maßnahmen anstehen, sollen die Anlieger informiert werden.

Gebäudeschäden

Während der Bauzeit wird das Grundwasser bis zu vier Metern abgesenkt. Gebäudeschäden sind dadurch nicht ausgeschlossen. Deshalb wird in den nächsten Wochen eine gutachterliche Beweissicherung vorgenommen. Die Lippeverband-Vertreter empfahlen Anliegern im eigenen Interesse den Zustand der Häuser dokumentieren zu lassen. Eine Anwohnerin bemängelte die Vermüllung des Mühlenbachs. Eißing sagte, dass er jährlich etwa 50 Grundstückseigentümer schriftlich auffordere, den Bach nicht als Deponie zu benutzen. 

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