Arzt auf dem Weg der Besserung

Gute Nachricht

"Ich merke, dass ich wieder aktiv sein kann.“ Eine schönere Botschaft kann Dr. Helge Ammenwerth all den Menschen kaum vermitteln, die dem Schermbecker Arzt in den vergangenen Monaten fest die Daumen gedrückt haben, damit er seine schwere Krankheit überstehen konnte.

Schermbeck

, 14.06.2017, 17:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Philine Ammenwerth und die Kinder Fritz, Charlotte und Elisa (v.l.) freuen sich sehr darüber, dass der Ehemann und Papa nach der schweren Krankheit nun gute Fortschritte im Genesungsprozess macht.

Philine Ammenwerth und die Kinder Fritz, Charlotte und Elisa (v.l.) freuen sich sehr darüber, dass der Ehemann und Papa nach der schweren Krankheit nun gute Fortschritte im Genesungsprozess macht.

Im Herbst letzten Jahres war der 39-Jährige an Blutkrebs erkrankt. Nur eine Stammzellspende konnte das Leben des dreifachen Familienvaters und beliebten Schermbecker Hausarztes retten: Sein Praxisteam, zu dem auch seine Frau Philine und seine Mutter Hille Ammenwerth gehören, organisierte kurzfristig gemeinsam mit der DKMS eine Registrierungsaktion zur Gewinnung potenzieller Stammzellenspender. Die Schirmherrschaft hatte der Schermbecker Bürgermeister Mike Rexforth übernommen.

1200 Schermbecker typisiert

Über 1200 Personen aus Schermbeck und Umgebung ließen sich am 3. Dezember typisieren. Mehr als 30 000 Euro Spenden kamen für die DKMS zusammen. „Während meiner Nachsorge-Termine in der Klinik treffe ich regelmäßig auf dankbare Leukämie-Patienten, denen die DKMS auch helfen konnte“, freut sich Helge Ammenwerth über die wachsende Zahl der typisierten Menschen. Er möchte sich bei allen Teilnehmern der Schermbecker Typisierung herzlich bedanken. „Was mir am meisten während dieser Zeit geholfen hat, war die Familie und die aufmunternden Genesungswünsche aus dem Umfeld“, weiß Helge Ammenwerth zu schätzen. „Insbesondere meiner Frau möchte ich für ihre Kraft, Zuversicht und Beständigkeit unendlich danken.“

Stammzellenspender gefunden

Das schönste nachträgliche Weihnachtsgeschenk erhielt Helge Ammenwerth in der Düsseldorfer Universitätsklinik, als der behandelnde Professor andeutete, dass man vielleicht einen geeigneten Stammzellenspender gefunden habe. Zahlreiche Kontrolluntersuchungen waren erforderlich, bis feststand, dass das Knochenmark des Spenders zur Transplantation geeignet sei. Darauf erfolgte Mitte Januar die Übertragung der neuen Stammzellen über eine Infusion. „Es gab Höhen und Tiefen“, berichtet Helge Ammenwerth von der Genesungsphase. „Und jetzt kann ich fast wieder ein normales Leben führen“. Aber sein Immunsystem braucht noch Monate, um wieder normal gut zu funktionieren. Schon eine Erkältung könnte ernste Folgen nach sich ziehen. „Daher raten meine behandelnden Ärzte noch dringend davon ab, meine reguläre Sprechstundentätigkeit bereits jetzt in der Praxis aufzunehmen“, so Helge Ammenwerth. „Ich muss mich noch einige Monate gedulden, bis ich wieder praktizieren darf.“

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