Ausgleichsmaßnahmen in Schermbeck

Für Bahntrasse

Einen "Riss durch die CDU" attestierte Michael Fastring (FDP) spöttisch im Umwelt- und Planungsausschuss. Drei CDU-Mitglieder hatten gegen Ausgleichsmaßnahmen auf Schermbecker Gebiet für den dreigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen gestimmt.

SCHERMBECK

von Von Berthold Fehmer

, 12.12.2013, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bauamtsleiterin Irmgard Schwenk verglich bei der Erklärung Ökokonten mit Bankkonten. Diesen Vergleich wollte Egon Stuhldreier (CDU) aber so nicht stehen lassen. „Ein Bankkonto wird nie voll. Zumindest ich schaffe das nicht.“ Ökokonten hingegen seien irgendwann voll, die fraglichen Flächen ökologisch optimiert. „Dann muss eine neue Fläche gesucht werden.“ Oft seien dies dann Ackerflächen. Allein in NRW gingen 30 Hektar täglich an Ackerflächen verloren, zwei Drittel davon für Ausgleichsmaßnahmen, so Stuhldreier. „Ich sehe das nicht ein, dass die Bundesbahn in Schermbeck ihre Ausgleichsmaßnahmen durchführt. Diese Flächen sollten wir für die Schermbecker offen lassen.“

Doris Schiewer (SPD) gab zu bedenken, dass nach dieser Argumentation auch kein Schermbecker Ackerland mehr zu Bauland werden dürfe. „Wir müssen hier alles gleich behandeln. Dann wäre es vorbei mit dem Bauen im Außenbereich.“ Jürgen Trick (Grüne) erinnerte daran, dass in Gahlen bereits mehrfach Ausgleichsflächen genutzt wurden für Projekte, die nicht im Kreisgebiet lagen. Stuhldreier: „Das war damals auch schon ein Fehler.“ Gegen drei Stimmen aus der CDU wurde beschlossen, dass der Ausschuss keine Bedenken gegen die Ausgleichsmaßnahmen erhebt.

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