Ballons flogen zum Weltnichtrauchertag

Gesamtschule

"Willst du rennen wie der Wind, dann lass die Kippen, wo sie sind“. Botschaften wie diese, die sich die 13-jährige Paula Ammeling ausgedacht hat, schickten 240 Gesamtschülerinnen und -schüler am Mittwoch an Helium-Ballons befestigt auf die Reise.

Schermbeck

, 01.06.2017, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
240 Gesamtschülerinnen und -schüler der sechsten und siebten Jahrgänge ließen am Mittwoch mit Helium gefüllte Ballons steigen. Daran befestigt waren Botschaften zum Weltnichtrauchertag.

240 Gesamtschülerinnen und -schüler der sechsten und siebten Jahrgänge ließen am Mittwoch mit Helium gefüllte Ballons steigen. Daran befestigt waren Botschaften zum Weltnichtrauchertag.

„Kinder mögen keine Raucher, werd doch lieber guter Taucher“, hatte Marie Sprengel (14) auf das kleine Kärtchen ihres Ballons geschrieben. „Leb ohne Raucherqualm und dein Leben wird besser sein“ hatte Tim Kirchmann (12) notiert. Pünktlich um 13 Uhr ließen die Gesamtschüler der sechsten und siebten Klassen auf Kommando die Ballons am Weltnichtrauchertag steigen.

Lehrerin Ellen Oberkinkhaus (7c) hatte die Aktion mit vorbereitet. Im sechsten Jahrgang hatten die Schüler im Biologie-Unterricht zuvor die Themen Atmung und Blutkreislauf und die Gefahr durch das Rauchen durchgenommen. In der siebten Klasse hatten Schüler beim Wettbewerb „Be smart – don´t start“ (Übersetzt: Sei schlau, fang nicht an!) mitgemacht, bei dem sich die Schüler verpflichteten, von November bis April nicht zu rauchen. Auch ein Besuch der Drogenberatungsstelle stand auf dem Programm. Eine Umfrage ihrer Klasse an der Schule habe ergeben, dass die Schockbilder auf Zigaretten-Packungen die Raucher unter den Schülern wenig interessierten, sagte Oberkinkhaus: „Die kaufen sich lieber eine andere Hülle für die Zigaretten-Packung.“ Die Nichtraucher unter den Schülern seien aber schon abgeschreckt gewesen von den Bildern, besonders die jüngeren.

„Harter Kern“

Ein „harter Kern“ unter den Schülern rauche weiterhin, sagte Oberkinkhaus. Shishas (Wasserpfeifen) seien ein großes Thema unter den Schülern. „Leider glauben viele, dass das gesünder sei.“ Dabei seien auch die Aromen, die bei Shishas verwendet werden, ebenfalls schädlich. Wichtig ist Schulleiter Norbert Hohmann, dass auf dem Schulhof nicht geraucht wird. Dies zu kontrollieren, übernehmen mehrere Lehrkräfte in den Pausen. Wer erwischt wird, wird ermahnt. Bei weiteren Verstößen finden sich die hartnäckigen Raucher unter den Schülern am Ende im Schulleiter-Zimmer wieder. In diesem Schuljahr hätten zwei Schüler des zehnten Jahrgangs trotz wiederholter Warnungen nicht reagiert, so Hohmann. Folge: Sie wurden von der offiziellen Entlassfeier im Ramirez ausgeschlossen. Hohmann: „Wir sind da konsequent.“

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