Bankangestellte halfen beim Lehmofen-Bau

Kita "Hand in Hand"

„Das ist ja eine leckere Matsche-Pampe“, freute sich Benjamin Stein (34), Mitarbeiter des Kindergartens „Hand in Hand“, über die klebrige Mischung aus Lehm, Sand und Wasser, in der am Mittwochmorgen drei Kindergartenkinder fleißig barfuß herumstampften.

Schermbeck

, 20.07.2016, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stein, der vor einem Jahr eine Naturtrainer-Ausbildung in Raesfeld absolviert hatte, war mit der Idee, einen Lehmofen zu bauen, nicht nur bei der Kindergartenleitung, sondern auch der Volksbank Schermbeck auf offene Ohren gestoßen. Vier Mitarbeiterinnen halfen im Rahmen der Jubiläums-Aktionen „Rent a Banker“ (wir berichteten) beim Bau des Lehmofens.

„Schön kühl“

„Schön kühl“, fand Volksbank-Mitarbeiterin Nicole Dembowski den Lehm an ihren Füßen, während Stein mit Sand- und Wasserbeigaben darauf achtete, dass der Lehm nicht zu trocken, aber auch nicht zu fest wurde. „Können wir jetzt Brot backen?“, fragte der kleine Philip Pesch Erzieherin Kristin Oberst. Sie erklärte ihm, dass der Ofen ja zunächst mal gebaut werden müsse und dann trockne. „Vielleicht nach den Ferien“, könne man Brot, vielleicht sogar Pizza backen, so Oberst. „Ich glaube, dass wird die schönste Hilfsaktion, bei der ich mitgemacht habe“, sagte Volksbank-Mitarbeiterin Tatjana Ruloff – der Spaß an der Aktion war den Kindern deutlich anzusehen. „Das ist ganz schön anstrengend“, meinte aber auch ein Mädchen nach zehnminütigem Stampfen in der Matsche.

Lehmkugeln

Stein, der noch nie einen Lehmofen gebaut hat, rief dann zum Formen von Lehmkugeln auf. „200 Stück brauchen wir bestimmt.“ Für den Ofen hatte er einen Sockel gemauert, darauf einen Sandhaufen gelegt und diesen mit Zeitungspapier und Draht ummantelt. Sogar eine Ofenklappe hatte er im Internet besorgt. Die Lehmkugeln verteilten die Kinder um und auf dem Sandhaufen. Nun muss der Lehm trocknen, sodass die Form eine eigene Stabilität gewinnt. Dann wird der Sand entfernt – und dann gibts Brot und Pizza.

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