Bewohner von „Haus Kilian“ besuchten die Alpakas der Familie Lorei

Tolle Begegnung

„Schön warm“, schwärmt Claudia Kecht, als sie „King of Holland“ über den flauschigen Hals streichelt. Claudia ist eine der Bewohnerinnen des Hauses Kilian (Wohnheim für Menschen mit Behinderungen), die am Mittwoch zu Besuch bei den Alpakas der Familie Lorei waren.

Schermbeck

, 14.04.2017, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bewohner von „Haus Kilian“ besuchten die Alpakas der Familie Lorei

Bewohner von "Haus Kilian", ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, besuchten am Mittwoch die Alpacas. Therapeutin Sabine Hartmann (l.) freute sich, dass die Besucher sofort einen Draht zu "King of Holland" fanden.

Alpaka-Hengst „King of Holland“ steht derweil ungerührt da, als ob er sich seines royalen Namens bewusst sei. „Er kommt aus Holland und sieht immer ein bisschen aus, als hätte er Haschkekse genommen“, schmunzelt Besitzerin Simone Lorei: „Der hat immer einen Schlafzimmerblick“.

„Vlies der Götter“

2012 kaufte die Familie die ersten beiden Alpakas, eine südamerikanische Kamelart, für den Hof an der Alten Fährstraße. Mittlerweile sind es 25. Die Wolle der Alpakas werde auch „Vlies der Götter“ genannt, sagt Simone Lorei. „Das durften nur die Könige der Inkas tragen.“

Sabine Hartmann setzt Alpakas aber auch zur tiergestützten Therapie ein. Warum eignen sich Alpakas dafür? „Die sind nicht mit negativen Assoziationen verknüpft“, sagt Simone Lorei. Viele Menschen hätten Angst vor Hunden oder Katzen, aber „Alpakas kennt keiner“. Außerdem seien Alpakas sehr respektvoll. „Die warten ab und gehen nicht auf Leute zu.“ Neben der ruhigen friedlichen Art ist es vielleicht auch das besondere Aussehen, das Alpakas sympathisch wirken lässt. „Alpakas sind die einzigen Fluchttiere, die die Augen vorne haben. Andere Fluchttiere haben die eher links und rechts am Kopf“, sagt Simone Lorei.

Scheu verloren

Bei der Veranstaltung „Schöne alte Weihnachtszeit“ waren einige Haus-Kilian-Bewohner zum ersten Mal mit den Alpakas in Berührung gekommen, dadurch entwickelte sich die Idee eines Besuchs vor Ort. Einige trauen sich am Mittwoch erst nicht, die Alpakas zu streicheln. Doch nach und nach verlieren fast alle ihre Scheu und bei jedem ist ein glückliches Lächeln im Gesicht zu sehen, wenn man den Mut gefunden hat.

„King of Holland“ lässt sich sogar von den Haus-Kilian-Besuchern unter der Aufsicht von Sabine Hartman an der Leine führen. Für die war es ein königliches Vergnügen. Haus-Kilian-Leiterin Birgit Förster: „Da geht einem das Herz auf.“

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