Ehrenmal

Brichter Ehrenmal wurde vor 90 Jahren eingeweiht

Jährlich wird am Brichter Ehrenmal der Opfer der beiden Weltkriege gedacht. Bevor es vor 90 Jahren eingeweiht wurde, mussten einige Hürden genommen werden.

Vor 90 Jahren, am 6. September 1931, wurde das Ehrenmal an der Alten Poststraße eingeweiht. Bereits 1927 waren mehrere Entwürfe eingereicht worden, die wegen zu geringer künstlerischer Formgebung aber alle abgelehnt wurden. Erst vier Jahre später wurde ein Entwurf des Moerser Architekten Baumann genehmigt.

Anfang März 1931 begannen die Brichter mit den Planierungsarbeiten. Der Schermbecker Bauunternehmer Stricker begann mit den Bauarbeiten für den Denkmalsockel. Die Steinblöcke und -platten, die man zur Errichtung des 1,50 Meter hohen Ehrenmals und für die Modellierung des Adlers auf dem hinteren Teil des Ehrenmals benötigte, lieferte die „Sächsische-Porphyr-Gesellschaft m.b.H.“ Ende Mai 1931.

Kosten wurden aus Spenden gezahlt

Bildhauer Mellen aus Hüls bei Krefeld schuf aus Porphyrgestein den Adler, der noch heute das Ehrenmal ziert. Die Kosten für sämtliche Bauarbeiten konnten zum überwiegenden Teil aus freiwilligen Spenden der Brichter Bevölkerung gedeckt werden.

Einige der jungen Männer, die 1931 an der Weihe des Ehrenmals teilgenommen hatten, kehrten im Verlauf des Zweiten Weltkriegs nicht in die Heimat zurück. Ihre Namen wurden auf einer Pergamentrolle vermerkt, die in eine Kupferkapsel eingefügt wurde, die in das Ehrenmal eingemauert wurden.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Helmut Scheffler