Bürger wollen Grünschnittsammlung zum Bauhof verlagern

In Schermbeck

Die „Bürger für Bürger“ (BfB) lassen nicht locker. Bereits im März hatten sie beantragt, die Sammlung des Grünschnitts von der Zentraldeponie Hünxe/Schermbeck zum Schermbecker Bauhof zu verlagern. Nun wird sich am 4. Dezember der Haupt- und Finanzausschuss erneut mit dem Thema beschäftigen müssen.

Schermbeck

von Von Berthold Fehmer

, 22.11.2013, 17:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wer nicht im Laub versinken will, muss in Schermbeck viele Kilometer zur Zentraldeponie auf sich nehmen.

Wer nicht im Laub versinken will, muss in Schermbeck viele Kilometer zur Zentraldeponie auf sich nehmen.

Das Projekt "GartEn"
Mit dem Projekt „GartEn“ will die Gemeinde Schermbeck modellhaft den Umgang mit in privaten Haushalten anfallendem Grünschnitt neu regeln. Ziel ist, das Material für Energiegewinnung und Klimaschutz zu nutzen.

Das Regionale-Projekt 2016 befindet sich in der „Stufe C“. Studenten der Fachhochschule Dortmund haben bereits Daten gesammelt und festgestellt, dass das Grünflächenpotenzial in Schermbeck ausreichend vorhanden ist.

Mit der Bezirksregierung Arnsberg wurde im August erörtert, unter welchen Voraussetzungen die Studie gefördert werden könnte. Ergebnis: Sogar unabhängig von der Regionale sind zwei Förderzugänge für die erste Phase des Projekts denkbar.

„Die Blätter fallen, die Gärten werden winterfest gemacht. Aber passiert ist offensichtlich noch nichts“, schreibt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Pieniak in seinem Antrag vom Oktober. Was nicht ganz stimmt – siehe Infokasten. Für die Schermbecker hat sich aber tatsächlich nichts geändert. Sie müssen Grünschnitt und Laub kilometerweit zur Zentraldeponie fahren, wobei einige sich den Weg sparen und ihren Grünschnitt einfach in den Wald kippen. Die Kostenbilanz der privaten Grünschnittannahme der Deponie von 2012 weist 10 600 Euro Einnahmen (60 Euro/Tonne Grünschnitt) sowie Kosten in Höhe von 17 700 Euro auf. Der Gebührenhaushalt wird demnach mit rund 7100 Euro belastet.

Würde der Grünschnitt am Schermbecker Bauhof entgegengenommen, entstünden laut Verwaltung bei zehn Wochenstunden Annahme ähnliche Personalkosten. Allerdings müsste eine Fläche des Bauhofs dafür abgetrennt werden, was Umbaukosten verursacht; außerdem fehlt eine Grünschnitt-Waage. Einige Argumente sprechen zudem dafür, das Problem abermals zu vertagen: › Ab 2015 sind Kommunen verpflichtet, Bioabfälle getrennt zu sammeln. „Es wird sich zeigen, in wie weit die Bürger auch Grünabfälle über die dann zur Verfügung stehende Bioabfallsammlung entsorgen“, so die Verwaltung. › Zudem muss die Abfallbeseitigung aufgrund endender Verträge zu 2015 neu ausgeschrieben werden. „In die Neuausschreibung könnte auch die Abholung von privatem Grünschnitt aufgenommen werden“, so die Verwaltung. Grünabfälle könnten etwa im Vier-Wochen-Rhythmus in Biosäcken abgefahren werden.   

Das Projekt "GartEn"
Mit dem Projekt „GartEn“ will die Gemeinde Schermbeck modellhaft den Umgang mit in privaten Haushalten anfallendem Grünschnitt neu regeln. Ziel ist, das Material für Energiegewinnung und Klimaschutz zu nutzen.

Das Regionale-Projekt 2016 befindet sich in der „Stufe C“. Studenten der Fachhochschule Dortmund haben bereits Daten gesammelt und festgestellt, dass das Grünflächenpotenzial in Schermbeck ausreichend vorhanden ist.

Mit der Bezirksregierung Arnsberg wurde im August erörtert, unter welchen Voraussetzungen die Studie gefördert werden könnte. Ergebnis: Sogar unabhängig von der Regionale sind zwei Förderzugänge für die erste Phase des Projekts denkbar.

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