Dennis Grundt ist Comedian, Moderator und Friseur und war im Schermbecker Vinyl-Geschäft "Plattenbau" zu Gast. © Ralf Pieper
Comedy Stage

Comedy Stage im Plattenbau: Viel Gespür für wenig Zurückhaltung

Gags, Musik und Cartoons gab es am Wochenende im Plattenbau in Schermbeck. Moderator Mario Siegesmund und drei Comedians boten einen launigen Abend. Es galt: Niveau beiseite und loslachen.

Bei der Eröffnung seines Plattenladens hatte Inhaber Heinz-Bernd Töns Comedy-Veranstaltungen angekündigt. Nun folgte die fulminante Premiere. Zu Gast waren drei Comedians, die bei aller Unterschiedlichkeit eines vereinte: Viel Gespür für wenig Zurückhaltung.

Oli Hilbring erweckt als Cartoonist im Reviersport Figuren zum Leben, die stets einen Mordszinken statt einer Nase im Gesicht tragen. An diesem Abend unterlegte er musikalische Klassiker mit seinen Cartoons. Beim Song „Stay with me“ war das Bild eines Mannes zu sehen, bei dem nur die Nase groß war und der traurig in seine Unterhose blickte und sagte: „Steh with me“.

„Beim Furzen weißt due nie, was du bekommst“

Der aus dem WDR-Comedy-Format Nightwash bekannte Dennis Grundt redete über Themen, die jeden betreffen – auch wenn es keiner zugibt: „Beim Furzen weißt Du nie, was Du bekommst. Entweder ist es eine Granate und jeder weiß sofort was los ist oder es ist ein Ninja: Er kommt ganz leise, aber er tötet Dich doch.“

Der Dritte im Bunde, Jan Bätz alias „BÄTZ“, gestand, dass er nicht auf Dreier steht: „Wenn ich zwei Menschen gleichzeitig enttäuschen wollte, könnte ich auch mit meinen Eltern essen gehen.“ Bei seinem Song war Interaktion mit dem Publikum gefragt. Das Publikum machte mit und hatte sichtlich Spaß. Manchmal sogar zu viel: „Können wir den rausschmeißen“, fragte Bätz an einer Stelle mit Blick auf einen Gast. „Der ist lustiger als ich!“

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Freier Mitarbeiter
Es ist die Unterhaltung mit anderen Menschen bei Reportagen, das Einfangen von Stimmungen bei Veranstaltungen und die Teilnahme an verschiedensten kulturellen Events in erster Reihe, die meine Arbeit so vielfältig machen. Nachdem ich als ausgebildeter Fotograf viele Jahre „nur“ für die Bilder zuständig war, empfinde ich heute das Schreiben als zusätzlichen wertvollen Blick „hinter die Kulissen“.
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Ralf Pieper