Corona und Schule: BI unterstellt der Verwaltung Verzögerungstaktik

Corona

Grundschülern soll digitaler Fernunterricht ermöglicht werden. Das fordert eine Bürgerinitiative - die Verwaltung hat dazu noch Fragen. Die BI vermutet eine Verzögerungstaktik.

Schermbeck

, 29.05.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Digitalen Fernunterricht für Grundschüler fordert die Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“.

Digitalen Fernunterricht für Grundschüler fordert die Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“. © picture alliance/dpa

Ein Bürgerbegehren zur Digitalisierung der Grundschule Schermbeck an beiden Standorten will die BI „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ starten. Dass die Verwaltung nun nachgefragt hat, was die BI unter der Digitalisierung der Grundschule versteht, überrasche, so Sprecher Thomas Bolte. Die Nachfrage „dient wohl vornehmlich der zeitlichen Verzögerung“. Beide aktuellen Bürgerbegehren könnten ansonsten parallel stattfinden, „um Kosten für den Steuerzahler zu sparen“.

Jetzt lesen

Gemeint ist der Ratsbürgerentscheid, in dem der Neubau eines Bildungszentrums gefordert wird. Bolte verweist auf die Machbarkeitsstudie, in der Digitalisierung bereits Thema gewesen sei, und ist der Meinung, dass Gemeinde und Schulen längst ein Konzept hätten umsetzen müssen, um digitalen Unterricht ergänzend zum seltenen Präsenzunterricht zu gestalten.

„Sinnlose Scharmützel“

Für die Gemeinde entstünden kaum Kosten, da es Bundes- und Landesmittel gebe. „Warum jetzt sinnlose Scharmützel darüber führen, was eigentlich mit digitalem Unterricht gemeint ist?“, so Bolte.

Bürgermeister Mike Rexforth verweist hingegen darauf, dass Schermbeck noch keinen Förderbescheid erhalten habe. Bei 550 Millionen Euro aus dem Land komme Schermbeck auch rechnerisch nur auf 66 Euro pro Schüler. Neben Endgeräten müssten aber auch Software und Schulungen für Lehrer bezahlt werden.

Lesen Sie jetzt