Coronavirus: Erste Bußgeldverfahren - „Das ist uns scheißegal“

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Die Kontaktverbots-Regeln in Zeiten der Corona-Krise kommen einige Schermbecker jetzt teuer zu stehen. „Wir mussten die ersten Bußgeldverfahren einleiten“, sagt Bürgermeister Mike Rexforth.

Schermbeck

, 06.04.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vom Ordnungsdienst, der auf 20 Personen aufgestockt wurde, und der Polizei wird täglich kontrolliert, ob die Bürger sich an die Kontaktverbots-Regeln halten. „Dabei wird zuerst verwarnt“, so Bürgermeister Mike Rexforth.

„In der Regel halten sich die Leute daran“, hat Rexforth als Feedback seines Ordnungsdienstes mitbekommen. „Eine Ansprache reicht in der Regel - und die Leute entschuldigen sich.“ Doch es gibt auch andere Beispiele, „in der Regel bei jungen Leuten“, sagt Rexforth.

Sechs Bußgeldverfahren an zwei Tagen

Allein an zwei Tagen seien sechs Personen gemeldet worden, gegen die nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird. „Manche sind, nachdem sie verwarnt wurden, direkt am selben Tag wieder auffällig geworden“, sagt Rexforth. Von der Polizei hörte Rexforth, dass eine Gruppe von drei Jugendlichen auf Ansprache von Beamten geantwortet hätten: „Das ist uns scheißegal.“ Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen werden mit 200 Euro Bußgeld pro Person bestraft.

Im Rathaus gingen Hinweise ein, dass sich etwa am Gahlener Kneippbecken teilweise 15 bis 20 Personen treffen: „Das werden wir jetzt absperren“, sagt Rexforth. Der Ordnungsdienst werde nun auch verstärkt in den Nachmittags- und Abendstunden die Einhaltung der Regeln kontrollieren.

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