Coronavirus: Weiterer Infektionsfall in der Q2 der Gesamtschule

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Eine zweite Corona-Infektion ist in der Q2 der Gesamtschule entdeckt worden. Acht weitere Schüler müssen in Quarantäne. Weitere Auswirkungen des Virus schilderte Bürgermeister Mike Rexforth.

Schermbeck

, 04.11.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 3. November sei der weitere Infektionsfall in der Q2 bekannt geworden, so der Leiter der Gesamtschule Schermbeck, Norbert Hohmann, auf der Schul-Homepage. Die Person habe sich bereits in Quarantäne befunden. Allerdings müssten nun zusätzlich acht Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs bis zum 10. November in Quarantäne.

Zuvor waren bereits 75 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne geschickt worden, nachdem am 30. Oktober eine Infektion in der Q2 bekannt wurde. Die wenigen verbleibenden Schülerinnen und Schüler, die zu diesem Zeitpunkt nicht unter Quarantäne gestellt worden, wurden aus organisatorischen Gründen ebenfalls über das Lernmanagementsystem auf Distanz unterrichtet. Nach dem erneuten Infektionsfall wären laut Rexforth nur noch drei Schüler übrig geblieben, die in den Präsenzunterricht gedurft hätten.

Kreisverwaltung gerät an ihre Grenzen

Im Rat berichtete Rexforth am Dienstag, dass er bei einer Telefonkonferenz mit dem neuen Landrat Ingo Brohl sowie den Bürgermeistern erfahren habe, dass das individuelle Informieren aller Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt nicht mehr möglich sei. „Es sind über 1000 Personen pro Tag“, so Rexforth. Deshalb habe es die Allgemeinverfügung gegeben, nach der gesamte Klassen oder Stufen komplett in Quarantäne versetzt werden könnten. Alle Betroffenen hätten ein Recht auf individuelle Testung, „zulasten der Krankenkassen“.

Per Allgemeinverfügung hat der Kreis Wesel am Mittwoch alle Kinder und Erziehenden des Ludgerus-Kindergartens bis einschließlich 10. November unter Quarantäne gestellt, die sich am 26. und 27. Oktober im Kindergarten aufgehalten hatten.

Diskussion um Sporthallen und Hallenbad

Der Krisenstab im Rathaus habe sich aufgrund der Lage entschieden, bei Trauungen „die Zahl der Gäste deutlich zu reduzieren“, so Rexforth. Maximal die Brautleute, ein Fotograf und der Standesbeamte dürfen noch bei der Zeremonie dabei sein. „Das hat nicht für Begeisterung gesorgt“, sagt Rexforth. In der Diskussion im Rathaus sei derzeit, ob Sporthallen und Hallenbad für den Schulsport geschlossen werden soll, so Rexforth am Dienstag im Rat.

Kämmerer Frank Hindricksen sagte, dass die Haushaltseinbringung in diesem Jahr erst im Dezember möglich sei, da die erforderlichen Orientierungsdaten sehr spät im Rathaus eingegangen seien. Bei der Gewerbesteuer liege Schermbeck immer noch knapp über dem Haushaltsansatz in diesem Jahr - beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer erwartete Hindricksen vor dem zweiten Lockdown ein Minus von 600.000 bis 700.000 Euro. „Das wird sich negativ weiter entwickeln.“