Ein Fall für die Bio-Tonne

Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler bereitet derzeit nicht nur Gärtnern Kopfzerbrechen, sondern auch der Gemeinde Schermbeck. Wie bereits berichtet, hatten CDU und BfB in dieser Woche gefordert, dass Bürger vom Schädling befallene Buchsbäume in einem separaten Container entsorgen können sollen.

Schermbeck

, 20.08.2017 / Lesedauer: 2 min

Die BfB würde einen solchen Container auf dem Bauhof bevorzugen, der zu normalen Öffnungszeiten erreichbar wäre. Die CDU könnte sich alternativ auch einen separaten Container bei der 14-täglichen Grünschnitt-Annahme am Rathaus und am Parkplatz Törkentreck vorstellen.

Probleme

Beide Varianten würden Probleme mit sich bringen, sagt der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Gerd Abelt auf Anfrage unserer Zeitung. „Wenn wir einen separaten Container aufstellen, würde der vielleicht auch mit anderen Pflanzen gefüllt. Und wer sagt einem, dass die Bürger befallene Buchsbäume nicht in den normalen Container werfen?“ Die Personallage gebe es nicht her, einen Mitarbeiter nur für die Container abzustellen.

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Er habe diesbezüglich Gespräche mit dem Entsorgungsunternehmen geführt, allerdings noch keinen „Masterplan“, gibt Abelt zu. Er könnte sich vorstellen, dass der komplette Grünschnitt, der normalerweise kompostiert wird, verbrannt werden könne, um eine Weiterverbreitung des Schädlings über den Kompost zu verhindern. Das sei aber noch nicht beschlossen.

Bio-Tonne

Eine bereits jetzt gangbare Alternative sei die Bio-Tonne, die leider in Schermbeck auf wenig Resonanz stoße, so Abelt. Was auch mit der Verdoppelung der Gebühren zum Jahresbeginn 2016 zusammenhängen dürfte, die 2017 durch eine Quersubventionierung wieder halbiert wurden (wir berichteten). Seitens des Abfallentsorgungszentrums Asdonkhofes sei bereits im April in einer Mitteilung darauf hingewiesen worden, dass der Buchsbaumzünsler, der mit Buchsbäumen in der Bio-Tonne entsorgt werde, bei den hohen Temperaturen der Kompostierung am Asdonkshof vernichtet werde, so Abelt: „Bei Abfällen aus der Bio-Tonne wird die Kompostierung heißer gefahren als beim normalen Grünschnitt.“