Einsparung bei der Straßenreinigung: Straßen dreckiger

Fazit der Verwaltung

Es ist dreckiger geworden in vielen Bereichen Schermbecks. Dieses Fazit, etwas anders formuliert, zieht die Verwaltung rund eineinhalb Jahre nach der Reduzierung der Straßenreinigung.

SCHERMBECK

von Von Berthold Fehmer

, 22.05.2013, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nur wenige Bürger hätten sich über die Änderung und die damit verbundenen Gebühreneinsparungen positiv geäußert – die Mehrheit habe wenig Verständnis gezeigt, „weil aus ihrer Sicht die Gebühreneinsparung in keinem Verhältnis zum Aufwand der persönlichen Reinigung steht“. Nicht nur das äußere Erscheinungsbild leide. Auch die Straßenfahrbahn und besonders die Abläufe litten durch die Verschmutzung: Vor allem das Laub setze sich in den Abläufen fest und erschwere ein Abfließen des Wassers, sagt die Verwaltung. „Die Sinkkästen sind dadurch regelmäßig verstopft und müssen manuell gereinigt werden.“ Hinzu kommen Kosten von 5000 Euro für von der Gemeinde aufgestellte Laubcontainer, in denen die Bürger das von Straßenbäumen fallende Laub entsorgten.

Einfach wieder zu den alten Gepflogenheiten zurückzukehren, ist allerdings schwierig. Die Straßenreinigung wurde vergeben an den Dorstener Entsorgungsbetrieb. Eine Verdoppelung der Straßenkilometer würde eine komplett neue Vergabe erfordern, da der Gesamt-Auftragswert bei 160 000 Euro liegen würde. Würde man die neu anfallenden Reinigungskilometer allerdings gesondert vergeben, wäre ein freihändiges Vergabeverfahren oder ein beschränktes Ausschreibeverfahren ohne Teilnehmerwettbewerb möglich. Ob man grundsätzlich wieder zum alten System zurückkehren will und wie dies vonstatten gehen soll, darüber wird der Betriebsausschuss in seiner Sitzung beraten.

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