El Capitan: So sieht es im ehemaligen Hotel „Op den Hövel“ aus

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„Wir sind auf der Zielgerade“, sagt Mario Mossuto über die Arbeiten im ehemaligen Hotel „Op den Hövel“ in Gahlen. Das „El Capitan“ soll Mitte Juni eröffnen - so sieht es dort derzeit aus.

Schermbeck, Gahlen

, 29.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Eigentlich wollten Mario Mossuto und Daniel Jankowski ihr neues Hotel im Februar, als die Schlüssel übergeben wurden, noch „Heimathafen“ nennen und nur das Restaurant „El Capitan“. Was beides passt, da beide Kapitäne sind. Mossuto ist Skipper, Jankowski flog früher Boeings. Doch dann habe sich herausgestellt, dass „Heimathafen“ als Begriff geschützt sei. Hotel und Restaurant heißen deshalb nun „El Capitan“, sagt Mossuto: „Das haben wir auch eintragen lassen.“

El Capitan: So sieht es im ehemaligen Hotel „Op den Hövel“ aus

Handwerker sind noch im gesamten Gebäude schwer aktiv. Bis zum Eröffnungstermin wird wohl nicht alles fertig sein. © Berthold Fehmer

„Am 15. Juni wollen wir aufmachen“, sagt Mossuto. Was beim Besucher ein ungläubiges Kopfschütteln auslöst, angesichts der Handwerker, des Bauschutts, der noch unerledigten Arbeiten. Doch Mossuto wirkt entspannt. Worum ihn sein Partner Daniel Jankowski beneidet. „Es ist aber auch das neunte Objekt, das er umbaut, bei mir erst das dritte“, sagt Jankowski augenzwinkernd. Mossuto gibt zu: „Im Moment schlafe ich nicht viel, weil mir immer wieder Sachen einfallen.“

El Capitan: So sieht es im ehemaligen Hotel „Op den Hövel“ aus

Daniel Jankowski zeigt ein "Musterzimmer", das bereits fertig ist. In den allermeisten Zimmern wird noch heftig gewerkelt. © Berthold Fehmer

Das hat natürlich auch damit zu tun, dass bei einer Baustelle dieser Größenordnung nicht immer alles glatt läuft. „Den Estrich mussten wir komplett neu machen, wir hatten Wasserschäden, die Badezimmer waren nicht mehr haltbar. Deshalb haben wir uns im Haupthaus entschieden, sie komplett rauszureißen und neu zu machen“, sagt Mossuto. Auch die Elektrotechnik habe man komplett neu verlegt und fast die ganze Heizungsanlage erneuert.

El Capitan: So sieht es im ehemaligen Hotel „Op den Hövel“ aus

Eines der neu gestalteten Badezimmer des Hotels "El Capitan" © Berthold Fehmer

Nicht alle Zimmer werden zum Start fertig sein, ein Musterzimmer zeigt aber, was geplant ist. Mossuto strebt eine Kategorisierung des Hotels mit „drei Sterne superior“ an. Doch er schaut nicht nur auf die Hotelgäste: „Wir wollen für alle da sein.“

El Capitan: So sieht es im ehemaligen Hotel „Op den Hövel“ aus

Die Theke ist bereits eingebaut, der Gastraum aber gerade frisch gefliest. © Berthold Fehmer

„Unten in der Bar sind wir so gut wie fertig“, sagt Mossuto. Derzeit werden die Küche ein- sowie Möbel aufgebaut. Anschließend gehe es ans Probekochen für die Speisekarte, sagt Mossuto. Spanische Gerichte stehen im „El Capitan“ im Fokus, eine Auswahl von Tapas wird es geben, dazu Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch. Zudem eine „Frische-Karte“, die wöchentlich wechseln und Produkte der Region enthalten soll.

Eröffnung am 15. Juni

Am 15. Juni (Samstag) bei der Eröffnung ab 17 Uhr wird es noch nicht alles geben. Zum günstigen Eröffnungspreis will Mossuto dann Tapas anbieten. „Bierstand, Livemusik, DJ, Hüpfburg“, zählt er auf, ein Buffet sei geplant: „Sonst kriegen wir das nicht organisatorisch geregelt.“ Denn er sagt auch: „Wir hoffen, dass so viele Leute wie möglich hier aus der Umgebung kommen.“

Räume für Vereine, ein großer Fernseher für Fußball-Fans, eine kleine Bühne für Livemusik: Mossuto will die Zielgruppe „nicht zu klein fassen“. Einmal im Monat will er eine Party anbieten, dazu Lesungen, Kleinkunst, einen Lounge-Bereich für jüngere Leute. Wo es dann auch den „El Capitan“ zum Trinken geben wird - „ein scharfer karibischer Cocktail“. Mossuto glaubt auch, dass der Biergarten „richtig brummen wird - da haben die Leute Bock drauf“.

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Ein Ort der Ruhe und Erholung soll der Garten des Hotels werden. © Berthold Fehmer

Mossuto hat aber auch schon weitergehende Pläne: Im Winter will er den Hotelgarten im „Beach-House-Style“ umgestalten lassen. Boule und Eisstock-Schießen auf einer Kunststoffbahn will er anschließend anbieten. „Vielleicht könnte man einen Verein gründen.“ Auch für Firmen könne das ein Spaß werden. Auch der Wellnessbereich des Hotels soll erst im Winter renoviert werden.

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Eher an eine Baustelle erinnert das Hallenbad des Hotels. © Berthold Fehmer

Mit 15 Angestellten will Mossuto starten. „Vielleicht erweitern wir das Personal im nächsten Jahr.“ Mossuto will ein „bikerfreundliches Hotel“ etablieren, für Rad- und Motorradfahrer. „Mein Motorrad werde ich demnächst aus Mallorca hierhin holen.“ Langfristig würde Mossuto gern auch eine Ladestation für E-Bikes und E-Autos am Hotel haben. „Vielleicht bekommt man so etwas gesponsert.“ Über seine neue Gahlener Nachbarschaft ist Mossuto jedenfalls begeistert: „Wir werden hier super aufgenommen.“

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Alt und neu: Die alten Wagenradlampen des Hotels "Op den Hövel" liegen vor dem „El Capitan“. © Berthold Fehmer

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