Eltern informierten sich über die Kindergarten-Notgruppe der Caritas

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Am 1. August wird die Kindergarten-Notgruppe der Caritas in den Räumen des Rathaus-Altgebäudes eröffnet. Über die Rahmenbedingungen der Betreuung informierten sich Eltern am Donnerstagabend.

Schermbeck

, 14.04.2019, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mit der Caritas Dinslaken-Wesel sind wir nun in der Lage, 100 Prozent der erforderlichen Kindergartenplätze anzubieten“, fasste Bürgermeister Mike Rexforth am Donnerstagabend erfreut die Lösung eines Kindergartenproblems zusammen, das erst sehr spät vom Kreisjugendamt erkannt und der Gemeinde Schermbeck mitgeteilt wurde.

Eher beiläufig erfuhr die Gemeinde Schermbeck im Februar während eines Gespräches mit dem Kreisjugendamt über die bauliche Entwicklung Schermbecks und die daraus resultierende Kinderzahl, dass in Schermbeck 21 Kindergartenplätze fehlten. Innerhalb von drei Wochen konnte die Gemeindeverwaltung den Caritas-Verband Dinslaken-Wesel dafür gewinnen, eine Notgruppe in den Räumen des Rathaus-Altgebäudes einzurichten.

Informationen zur Schermbecker Gruppe

Am Donnerstagabend hatten die Eltern jener Kinder, für die bislang kein Kinderplatz in Schermbeck angeboten werden konnte, die Gelegenheit, sich über den Caritas-Kindergarten zu informieren, der am 1. August eröffnet werden soll. Gesprächspartner waren neben Guido Brand vom Fachbereich Existenzsicherung bei der Caritas und Birgit Simons, der Leiterin des Caritas-Kindergartens St. Johannes in Dinslaken, auch Bürgermeister Mike Rexforth.

Nach einem kurzen Überblick über die 21 bestehenden Caritas-Kindertageseinrichtungen wurde die geplante Schermbecker Gruppe beschrieben. Im Kindergartenjahr 2019/20 stehen dort 25 Plätze für Ü3-Kinder zur Verfügung. 15 Plätze stehen für Kinder zur Verfügung, die 35 Stunden in der Woche betreut werden sollen. Für zehn Kinder haben die Eltern eine 45-stündige Betreuung beantragt. Mehrere Eltern kritisierten das Fehlen einer beantragten 25-stündigen Betreuung. Guido Busch versprach, diesbezüglich Kontakt mit dem Kreisjugendamt aufzunehmen.

Organisation der neuen Gruppe

Nach der Darstellung der pädagogischen Ziele, der gruppenübergreifenden Arbeit in den Caritas-Kitas, der Eingewöhnungsarbeit und der Elternarbeit interessierten sich die Eltern besonders für die Organisation der neuen Gruppe. Drei Erzieher werden die Gruppe betreuen. Ersatzpersonal in Urlaubs- und Krankheitszeiten wird garantiert. Guido Busch stellte anhand eines Gebäudeplanes die erforderlichen Umbaumaßnahmen vor, mit denen kurzfristig begonnen werden soll. Die Arbeiten sollen bis Mitte Juli abgeschlossen werden. „Wir beginnen auch mit sechs Kindern“, antwortete Guido Busch auf die Frage, was bei schrumpfenden Anmeldezahlen passieren werde.

Der überwiegende Teil der bislang angemeldeten Kinder ist drei Jahre alt. Kein Kind ist älter als vier Jahre. Bis zum 15. April sollen die Eltern dem Kreisjugendamt mitteilen, ob ihr Kind die Caritas-Gruppe besuchen soll. Der circa 350 Quadratmeter große Außenbereich auf der Südwestseite der KiTa wird umzäunt und entlang der Umzäunung begrünt.

Wechsel wird als wenig sinnvoll bewertet

Wenn Eltern ihr Kind nicht in der Notgruppe unterbringen möchten, dann müssen sie notfalls ihr Kind in einer andren Kommune unterbringen. Ein Wechsel nach einem Jahr in einen Wunschkindergarten der Gemeinde ist nach einer entsprechenden Kündigung möglich, wurde aber im Hinblick auf die Kontinuität der Betreuung als wenig sinnvoll bewertet.

Wie der gemeindliche Kulturausschuss am 6. März mit großer Mehrheit beschloss, wird die jetzige Notgruppe ebenso von der Caritas betreut wie der geplante siebte Kindergarten, dessen Realisierung aber etwa zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen wird. Derzeit steht noch nicht einmal der Standort fest.

Bürgermeister Rexforth signalisierte auf eine entsprechende Elternfrage, dass er davon ausgeht, dass die Politiker einem Standort im Baugebiet Borgskamp zustimmen werden.

Auf der Internet-Seite der Caritas haben Interessenten die Möglichkeit, sich auch über die Bereiche „Kinder, Jugendliche und Familien“ zu informieren. Dort findet man auch die Kontaktdaten von Guido Busch, dem verantwortlichen Ansprechpartner für Kinder, von Vera Berger, die für Belange von Jugendlichen zuständig ist, und von Andreas Groß, der die Familien betreut.
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