Erle ist alarmiert wegen Sondierungsplänen

Erdgasvorkommen

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Mitteilung von Bürgermeister Andreas Grotendorst im Raesfelder Planungsausschuss über einen "Antrag zu Erkundungen nach Erdgasvorkommen" in Erle.

RAESFELD

von Von Rüdiger Eggert

, 22.02.2011, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Antragsteller ist ein Firmenkonsortium. Es besteht aus der Thyssen Vermögensverwaltung, Geologie und Bergschäden mbH und der Dr. Gaschnitz aix.o.therm GeoEnergie. Dieses Konsortium hat auch das Recht an Bohrungen. Momentan liegt erst ein Antrag auf Erkundung des Terrains bei der Bezirksregierung vor. Betroffen ist ein ganz kleiner Teil des Gemeindegebietes südlich von Erle. Dieser Bereich und auch die angrenzenden Flächen in den Nachbargemeinden Schermbeck und Dorsten sind Wasserschutzgebiete. Wenig Begeisterung über das Ansinnen der Unternehmen herrscht zurzeit auch bei der Gemeinde Schermbeck.

„Wir haben Informationen, dass wir teilweise betroffen sind“, so Günter Hoppius, Vertreter des Schermbecker Bürgermeisters. Wir werden unsere Meinung dazu der Bezirksregierung kundtun“, so Hoppius weiter. Falls es zu einem Antrag auf Probebohrungen kommen sollte, wird die Gemeinde zur Klärung hinzugezogen, nach welchen Verfahren die Probebohrungen durchgeführt werden. „Laut Bergrecht haben wir keine Rechte als Gemeinde“, bedauert Raesfelds 1. Beigeordneter Martin Tesing. Schuld daran ist das Bergrecht, das seiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß ist und dringend überarbeitet werden muss. Die Raesfelder Gemeinde lehnt Probebohrungen jedenfalls ab.   „Der Grund: Es gibt kein zertifiziertes Verfahren, wie bei den Bohrungen vorgegangen werden muss“, sagt Tesing.

Lesen Sie jetzt