Erntekranz vor der Volksbank hochgehievt

Traditionelles Brauchtum

Auf dem Platz vor der Volksbank fand am Freitagabend die vom Heimat- und Geschichtsverein gemeinsam mit dem Gemeindemarketingverein "Wir sind Schermbeck" geleitete Erntedankfeier statt.

Schermbeck

, 04.10.2015 / Lesedauer: 2 min
Erntekranz vor der Volksbank hochgehievt

Mitglieder der KLJB Schermbeck zogen den Erntekranz vor der Volksbank in die Höhe. Zur musikalischen Gestaltung der Feier trugen auch die Blaskapelle ?Einklang? (im Vordergrund) und der Männergesangverein "Eintracht" (im Hintergrund) bei.

An der Verbands-Sparkasse gegenüber der Ludgeruskirche versammelten sich die von Erich Keizers geleiteten Schermbecker und Brichter Tambouristen sowie Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Schermbeck, die auf dem Hof von Julian Möllmann einen großen Strohkranz gebunden hatten. Von dort zogen die Musiker und die Jugendlichen über die Mittelstraße zur Volksbank, wo der Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzende Rolf Blankenagel die Besucher und die teilnehmenden Vereine begrüßte. Ein besonderes Dankeschön galt dem inzwischen aufgelösten Verkehrsverein, der seit über einem Vierteljahrhundert zusammen mit dem Heimat- und Geschichtsverein das jährlich stattfindende Hochziehen des Erntekranzes organisierte.  

Trinklied beigetragen

Die Landjugend zog den bunt geschmückten Kranz ebenso in luftige Höhe wie den Ring der Zunftzeichen und Wappen, die der Schermbecker Bildschnitzer Willi Wehmeyer zur Verfügung stellte. Für die musikalische Untermalung sorgten nicht nur die Tambouristen, sondern auch die von Jürgen Hater geleitete Blaskapelle „Einklang“ mit dem Marsch „Kronprinz“ und der Polka „Klein Magdalen“ und der Männergesangverein „Eintracht“ mit seinem Dirigenten Walter Buß. Die Sänger trugen Volkslieder vor, steuerten ein „Trinklied“ bei und versicherten musikalisch: „Das erste Bier muss zischen.“

Festansprache gehalten

Die Festansprache übernahm der ehemalige Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzende Hans Zelle, der sich in diesem Jahr mit der Flüchtlingsthematik befasste. „Wie froh kann Europa heute und können auch wir sein, dass Essensvorräte für all die Flüchtlinge und Asylsuchenden vorhanden sind“, beschrieb Zelle die gute Wirtschaftslage, die in Deutschland und im Herzen Europas nicht immer so gut gewesen sei. Bei einem ausführlichen Streifzug durch die Geschichte erinnerte Zelle an Flüchtlingsströme, die auch die niederrheinische Bevölkerung betrafen. Von den mehr als 200 000 Glaubensflüchtlingen, den Hugenotten aus Frankreich, kam etwa die Hälfte am Niederrhein unter. „Wir sollten zuversichtlich sein, auch die jetzt eingetretene Situation bewältigen zu können und insgesamt dankbar sein, dass es uns dabei noch recht gut geht“, spannte Zelle den Bogen zu dem gegenwärtigen Flüchtlingsstrom.  

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