Fähnchen und Plaketten zeigen Altschermbecker Kilian-Geschichte

rnPrivate Sammlung

Fähnchen und Plaketten erinnern an die Schützenfeste der Kiliangilde Altschermbeck. Anton Lankes hat sie seit Ende der 1950er-Jahre alle aufgehoben. Trotzdem hat die Sammlung Lücken.

Schermbeck

, 12.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zur Erinnerung an die jährlich veranstalteten Schützenfeste gibt die Kilian-Schützengilde Altschermbeck ein grün-weißes Fähnchen heraus, das neben dem Namen der Gilde auch die jeweilige Jahreszahl sowie das Altschermbecker Wappen zeigt. Wenn man wissen möchte, ob das in den letzten 50 Jahren immer so war, dann braucht man nur Anton Lankes in der Altschermbecker Ludgerusstraße zu besuchen.

Der 79-jährige Kilianer hat Plaketten und Fähnchen als jährliche Erinnerungssymbole seit Ende der 1950er-Jahre gesammelt. Als er damals erstmals zur Schützeneintragung ging, leitete noch Bernhard Schetter (1953-1964) die im Jahre 1877 gegründete Gilde. Zur Erinnerung gab es damals und in den folgenden Jahren metallene Plaketten mit ganz unterschiedlichen Formen. Daneben soll es Fähnchen ohne eine Jahresangabe gegeben haben.

Auf die Plaketten folgten 1978 die Fähnchen

Auch im Jahre 1967, als Anton Lankes mit seinem Bruder Alois als Fahnenoffizier zur Fahnenabordnung gehörte, gab es noch keine Kilians-Fähnchen mit Jahresangabe. Die tauchen erst im Jahre 1978 in Anton Lankes‘ Sammlung auf.

Die Fähnchen von 1982 und 1983 fehlen. Es waren die beiden Jahre, in denen die Kilianer nach einem entsprechenden Beschluss in der Jahreshauptversammlung des Jahres 1982 wieder zu den Plaketten zurückkehrten, allerdings mit nachhaltigen Folgen: Sieben Kilianer, die keine Fähnchenflucht betreiben wollten, lösten sich im Jahre 1982 von der Kiliangilde Altschermbeck, um die Fähnchenschützengilde Buschhausen zu gründen, die bis heute bestehen blieb, obwohl die Kilianer ab dem Jahre 1984 selbst wieder zu den Fähnchen zurückkehrten.

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1982 und 1983 wurde auf Fähnchen verzichtet

Sie haben ein anderes Design bekommen und unterschieden sich durch die Einbeziehung des Altschermbecker Wappens von den Vorgängermodellen. Ab 1998 wurde bei den Fähnchen auf die farbliche Gestaltung des Wappens verzichtet, das nur noch mit seinen Außenlinien gekennzeichnet wurde.

In der umfangreichen Fähnchen-Sammlung erinnern einige Exemplare auch an jene Jahre, in denen enge Verwandte des Sammlers den Thron bestiegen. Im Jahre 1995 saß Tochter Claudia auf dem Thron als Ehrendame. Tochter Ingrid begleitete als Majestätin Berthold Bienbeck im zweiten Jahr des neuen Jahrhunderts durch die Schützensaison. Zehn Jahre später regierte Schwiegersohn Thomas Bienbeck mit Petra Triptrap im Königreich der Altschermbecker Kilianer.

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