Fast alle Ratsfraktionen distanzieren sich von Thomas Heiske

Nach Facebook-Äußerungen

FDP-Ratsherr Thomas M. Heiske hat angekündigt, trotz Kreisverbandsbeschlusses nicht auf sein Ratsmandat verzichten zu wollen (wir berichteten). Dies hat Auswirkungen auf die künftige Arbeit im Rat.

Schermbeck

, 23.02.2016, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die FDP hat dort zwar keinen Fraktionsstatus, weil mit Heiske nur ein FDP-Ratsmitglied vertreten ist. Die übrigen Fraktionen hatten bislang aber freiwillig angeboten, Heiske an interfraktionellen Beratungen zu beteiligen und dies auch praktiziert.

"Zusammenarbeit nicht mehr möglich"

Am Freitag, so CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Schetter (Foto), „hatte ich noch die Hoffnung, dass sich Herr Heiske möglicherweise entschuldigt und die Äußerungen zurücknimmt. Da sind wir in der Zwischenzeit jedoch eines Besseren belehrt worden. Aus diesem Grunde steht für mich, egal, ob oder wie der Parteiausschluss zustande kommt, fest, dass eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist.“ Er, so Schetter, könne sich nicht vorstellen, „zukünftig noch mit Herrn Heiske bei einem interfraktionellen Gespräch beim Bürgermeister zu sitzen und brisante Fragen und Themen zu behandeln. Schon gar nicht, wenn es sich um die Flüchtlingsthematik handelt.“

Auf Distanz zu Heiskes Facebook-Äußerungen geht auch die SPD. Deren Fraktionsvorsitzende Doris Schiewer: „Eine weitere Zusammenarbeit mit einem Ratsmitglied, welches solch einen ‚braunen Mist‘ von sich gibt, lehnt die SPD-Fraktion ab.“

"Indiskutabel"

Für Bündnis 90/Die Grünen teilt Fraktionsvorsitzende Ulrike Trick (Foto) mit, sie habe nur aus der Presse von Heiskes Facebook-Einträgen erfahren. „Solche Äußerungen sind indiskutabel. Hinsichtlich der Zusammenarbeit in Flüchtlingsangelegenheiten gab es nur eine Zusammenarbeit zwischen CDU, SPD und Grünen. Daran wird sich nichts ändern.“

"Keine Stellungnahme"

„Bürger für Bürger beschäftigt sich zurzeit mit Themen, wie dem Haushaltsentwurf 2016, die für den Schermbecker Bürger von Interesse sind“, so BfB-Fraktionsvorsitzender Klaus Roth: „Aus den verschiedensten Gründen werde ich zu den Äußerungen von Herrn Heiske, die ich im Wortlaut nicht kenne, keine Stellungnahme abgeben. Darüber hat die Partei der FDP zu befinden.“

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