Feuerwehr und Polizei suchten nach Vermisstem im Kanal

Mit Hubschrauber und Tauchern

Einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei löste am Sonntagnachmittag (28.8.) ein Mann aus, der voll bekleidet in den Kanal gesprungen war. Eine sportliche Übung, wie er im Nachhinein erklärte.

SCHERMBECK

28.08.2016, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuerwehr und Polizei suchten nach Vermisstem im Kanal

Mit einem Großaufgebot suchten Polizei und Feuerwehr im Kanal nach dem vermissten Mann.

Die Rettungskräfte der Polizei Wesel und der Feuerwehr Schermbeck kamen am Sonntagnachmittag (28.8.) mit einem Großaufgebot zum Wesel-Datteln-Kanal nach Schermbeck. Hier hatten Augenzeugen beobachtet, wie jemand mit kompletter Straßenbekleidung inklusive Schuhe in den Kanal gesprungen war. Kurz danach wurde die Person dann von den Augenzeugen nicht mehr gesichtet, auch nach einiger Zeit des Wartens war die Person nicht mehr zu sehen.

Da entschloss sich unter anderem Wolfgang Reis aus Oberhausen, der hier spazieren war und den Vorfall ebenfalls beobachtet hatte, den Notruf zu wählen: „Uns kam das sehr komisch vor und als die Person dann plötzlich weg war, haben wir die Polizei gerufen. Wir sind schon vom Schlimmsten ausgegangen.“ Neben der Polizei erschien auch die Feuerwehr mit zwei Löschzügen an der angegebenen Stelle im Bereich Maassenstraße Ecke Zum Aap.

Geldbörse und Autoschlüssel in der Böschung

Die Polizei fand kurze Zeit später eine Geldbörse, sowie Autoschlüssel in der Uferböschung. Daraufhin wurde der Kanal von beiden Uferseiten aus abgesucht. Zusätzlich waren eine Taucherstaffel aus Dorsten und der Polizeihubschrauber alarmiert worden.

Nach kurzer Zeit konnte die vermisste Person komplett durchnässt, aber unversehrt angetroffen werden. Seiner Aussage nach konnte er die ganze Aufregung nicht verstehen. Er habe doch nur seine Kondition trainieren wollen und sei deshalb komplett angezogen schwimmen gegangen.

Anrufer hat alles richtig gemacht

Daraufhin konnten die umfangreichen Suchmaßnahmen abgebrochen werden und das Großaufgebot wieder abrücken. Feuerwehr-Einsatzleiter Gregor Sebastian wies den Schwimmer auf die Folgen seiner Aktion hin und hoffte auf Verständnis. „Der Anrufer hat alles richtig gemacht. Er hat nichts zu befürchten. Bei so einer Lage sind Feuerwehr und Polizei die richtigen Ansprechpartner“, sagte der Einsatzleiter. Und weiter: „Wir kommen lieber einmal zu früh, als zu spät oder gar nicht raus.“

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