Freiwillige Feuerwehr feiert 100-jähriges Bestehen

Löschzug Gahlen

Der Löschzug Gahlen innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr feiert im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Für die Festschrift werden noch Fotos und Materialien gesucht.

GAHLEN

von Von Helmut Scheffler

, 30.04.2012, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
In den letzten Kriegsjahren musste die Damengruppe der Gahlener Wehr die im Krieg befindlichen Feuerwehrmänner vertreten. Das Lächeln täuscht: Es waren harte Jahre für die Frauen um die Wehrführerin Wanda Neumann (vordere Reihe, Mitte.). RN-Archivfoto Scheffler

In den letzten Kriegsjahren musste die Damengruppe der Gahlener Wehr die im Krieg befindlichen Feuerwehrmänner vertreten. Das Lächeln täuscht: Es waren harte Jahre für die Frauen um die Wehrführerin Wanda Neumann (vordere Reihe, Mitte.). RN-Archivfoto Scheffler

Ein Foto aus dem Jahr 1944, das in der Festschrift des Jahres 1988 abgedruckt wurde, war seither wiederholt Anlass, Details zur Geschichte der Gahlener Feuerwehr im Zweiten Weltkrieg zu erfassen. Nach Gesprächen mit Friedhelm Vengels und Helmut Rademacher entstand seit 1988 ein guter Eindruck von der Situation der Feuerwehr im Krieg."Es ging militärisch zu" Im Januar 1944 meldeten sich Friedhelm Vengels und Helmut Rademacher beim Brandmeister Gustav Lichtenberg. "Es ging militärisch zu", erinnert sich Helmut Rademacher an den zackigen Exerzierdienst, den der HJ-Feuerwehrführer Willi Benninghoven in aller Strenge leitete. Wenn die Sirene auf der alten Villa an der Kirchhellener Straße ihr Signal durchs Lippetal erschallen ließ, dann mussten auch die zehn bis zwölf HJ-Wehrleute mit zur Brandstelle, um die weibliche Wehr zu unterstützen, die unter Leitung von Wanda Neumann ihre an der Front kämpfenden Kameraden vertrat. Es gab in den Jahren 1944/45 kaum eine Nacht, in der nicht irgendein Haus brannte.Keine Wasserleitung Eine Wasserleitung gab es nicht. So musste das Wasser häufig mit Jauchefässern aus den Bächen, dem Kanal oder den beiden Löschteichen in Östrich und am Bühnenberg in Besten geholt werden. Ein ausrangierter Opel Super 6 erleichterte im letzten Kriegshalbjahr die Einsätze. Einige HJ-Wehrleute waren nicht dabei, als die Front der Alliierten nahte. Ernst Kühn, Friedhelm Vengels, Paul Beckmann, Fritz Busch, Theo Dawidowski, Bernhard Hemmert und Günther Tübergen wurden zu Beginn des Jahres 1945 ins Wehrertüchtigungslager nach Kettwig einberufen, wo sie auf einen Einsatz vorbereitet wurden.Handvoll tapfere Burschen In ihrem Heimatort kämpfte eine Handvoll Burschen an der Seite tapferer Frauen gegen die Flammen. Im März 1945 fuhren sie den letzten Einsatz zu einem Haus an der Kirchstraße. Dann wurde die Wehr von der vorrückenden Front in die Flucht getrieben. Der Frontübergang bedeutete das vorübergehende Ende der Gahlener Feuerwehr. Erst im Mai 1945 ergriff Hermann Kleinelsen die Initiative zur Neugründung der Wehr.

 

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