Fünf Projekte werden gefördert

Ton-Stiftung-Nottenkämper

Für die Ton-Stiftung-Nottenkämper hat Vorstandsvorsitzender Bruno Ketteler am Mittwochnachmittag Förderbescheide an fünf Schermbecker Vereine und Institutionen überreicht.

Schermbeck

, 30.06.2016, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fünf Projekte werden gefördert

Bruno Ketteler (l.) übergab am Donnerstag die Förderbescheide der Ton-Stiftung-Nottenkämper an die Vertreter von fünf Vereinen und Institutionen. Unter anderem wird der TuS Gahlen gefördert, der Sitzmöglichkeiten vor dem Vereinsheim unter der Überdachung (hinten rechts) plant.

Der Ort, das Vereinsheim des TuS Gahlen, war nicht zufällig gewählt. Denn auch der TuS gehört zu denen, die in diesem Halbjahr eine finanzielle Zuwendung durch die Stiftung erhalten. TuS-Vorsitzender Gerhard Rusch sagte, man wolle den Ascheplatz 2017 in einen Kunstrasenplatz umbauen. Um das Gesamt-Volumen von 400 000 Euro zu stemmen, sei aber die Hilfe der Gemeinde, speziell die Zustimmung der Kommunalpolitik erforderlich, deren Einverständnis noch aussteht. Im Zuge des Platzumbaus will der TuS auch den Bereich vor dem Vereinsheim umgestalten. „Wir wollen es familienfreundlicher machen“, sagte Rusch: „Wir wollen Eltern und Großeltern Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsmöglichkeiten geben.“ Hierfür sollen vier Sitzgruppen mit insgesamt 20 bis 24 Plätzen angeschafft werden, was von der Stiftung unterstützt wird.

Kontakte verbessern

Für die Nachbarschaftsberatung dankte Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch für den Stiftungs-Zuschuss. Mit dem Geld wolle man „sich etwas anders aufstellen“. Konkret gehe es darum, bessere Kontakte zu Bedürftigen und Arztpraxen zu knüpfen. Mit der Nachbarschaftsberatung sollen ältere Bürger dabei unterstützt werden, möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können. Schriftführer Ingo Kufferath vom Schützenverein Bricht berichtete über die Renovierung des Schießstands, die mithilfe der Stiftung und viel Eigenleistung bewältigt wurde. Bei der Abnahme hatte ein Gutachter die einsturzgefährdeten Seitenwände moniert – sogar das Schützenfest war deshalb gefährdet. „Die Abnahme müsste demnächst erfolgen“, sagte Kufferath.

Marode Terasse

Das Netzwerk Schermbeck hat am Evangelischen Gemeindehaus, Kempkesstege 2, die marode Terrasse renoviert. Hintergrund war die Idee, dass ältere Besucher des „Café Schorsch“ im Sommer auch mal draußen sitzen können sollen. „Wir hoffen, dass das Wetter jetzt so wird, dass die Terrasse noch eifrig genutzt werden kann“, sagte Gerhard Kensy.

Leitfaden für Jüdischen Friedhof

Heinz-Dieter Kollecker, Finanzvorstand am Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten, berichtete über ein geplantes Projekt. Einen Leitfaden für den Jüdischen Friedhof in Schermbeck wolle man entwickeln. „Eine Broschüre von 50 bis 60 Seiten“, so Kollecker. Zuvor solle zusammengetragen werden, was auf dem Friedhof dokumentarisch erfasst werden könne. „Etwa Namensrecherchen oder die Beschreibung von Grabsteinen.“ Von Pfarrer Bornebusch sei man angesprochen worden, ob man die Dorstener Aktivitäten nicht auch auf Schermbeck ausweiten könne. „Das wird sicher helfen, Geschichte lebendig zu halten“, sagte Ketteler und gab die Bitte des Stiftungskuratoriums weiter, auch die Gesamtschule Schermbeck einzubeziehen.

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