Funklöcher: Welcher Betreiber hat das beste Mobilfunknetz?

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Funklöcher sind für Handynutzer ärgerlich. Eine Karte der Bundesnetzagentur zeigt, wo es noch hapert - aber auch, welcher Netzbetreiber seine Hausaufgaben in Schermbeck gemacht hat.

Schermbeck

, 06.11.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Mobilfunknetzbetreiber wurden von der Bundesnetzagentur aufgefordert, Pegelangaben für die Empfangsleistung je Technologie (2G, 3G, 4G) und Frequenzbereich zu machen. Dabei wurden von der Bundesnetzagentur Mindestpegel vorgegeben sowie festgelegt, dass bei der Messung die Verbraucherperspektive (1,5 Meter über Grund) eingenommen werden soll. Geprüft worden seien die Daten von der Bundesnetzagentur auf „Plausibilität“.

Nur für die Standards 2G (GSM), 3G (UMTS) und 4G (LTE) wurde nun eine interaktive Deutschland-Karte mit Funklöchern auf der Seite breitband-monitor.de veröffentlicht, die auch die Schermbecker Mobilfunkverhältnisse abbildet. Der neueste Standard 5G soll in Zukunft auch dort abgebildet werden.

Drei Netzbetreiber zeigen im 2G-Netz kaum Schwächen

Abrufen kann man in der Karte nicht nur die unterschiedlichen Mobilfunkstandards, sondern auch die Daten der drei großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland. Bereits beim 2G-Standard fallen dabei Unterschiede ins Auge: Schwächen zeigt hier nur Vodafone mit vereinzelten „weißen Flecken“ im Dämmerwald, wo ein Empfang schwierig wird.

Im Dämmerwald zeigt das 2G-Netz von Vodafone bereits erste weiße Flecken.

Im Dämmerwald zeigt das 2G-Netz von Vodafone bereits erste weiße Flecken. © Bundesnetzagentur

Beim 3G-Standard werden die Unterschiede bereits größer: Während Telefónica nur ganz vereinzelt kleinere Funklöcher in Gahlen-Besten, in Damm sowie östlich der Malberger Straße zeigt, sind es bei Telekom und Vodafone große Gebiete des Dämmerwalds und der Üfter Mark, wo der Datenempfang schwierig bis unmöglich werden dürfte.

Das 3G-Netz der Telekom weist in Schermbeck vor allem in Waldgebieten erhebliche Lücken auf.

Das 3G-Netz der Telekom weist in Schermbeck vor allem in Waldgebieten erhebliche Lücken auf. © Bundesnetzagentur

Bei Vodafone sieht es auch in Schermbeck-Rüste im 3G-Netz aus wie in einem Flickenteppich.

Das 3G-Netz von Vodafone zeigt auch in Schermbeck-Rüste einen ziemlichen Flickenteppich.

Das 3G-Netz von Vodafone zeigt auch in Schermbeck-Rüste einen ziemlichen Flickenteppich. © Bundesnetzagentur

Eine bessere Figur macht der Netzbetreiber Vodafone beim 4G-Standard. Hier sind die Lücken erneut vor allem in den Waldgebieten zu finden, aber auch am Wachtenbrink, am Malberg und am Lühlerheim.

Beim 4G-Netz zeigt das Vodafone weniger Schwächen als im 3G-Netz.

Beim 4G-Netz zeigt das Vodafone weniger Schwächen als im 3G-Netz. © Bundesnetzagentur

Wie sieht es bei den Konkurrenten im 4G-Netz aus? Telekom und Vodafone sind etwa gleichauf. Bei der Telekom ist es vor allem der Dämmerwald und ein Teil der Üfter Mark, in dem LTE-Empfang kaum möglich sein dürfte. Hinzu kommen vereinzelte Parzellen in Weselerwald und Damm, die nicht abgedeckt sind.

Das 4G-Netz der Telekom ist im Dämmerwald kaum erreichbar.

Das 4G-Netz der Telekom ist im Dämmerwald kaum erreichbar. © Bundesnetzagentur

Ein ähnliches Bild wie bei der Telekom zeigt sich im 4G-Netz bei Telefónica, auch wenn die Mobilfunklöcher nicht ganz so stark ausgeprägt sind. Im westlichen Teil Schermbecks (Malberg, Wachtenbrink) muss man sich aber auch bei Telefónica auf schlechten Empfang einstellen.

Mobilfunklöcher gibt es im Schermbecker 4G-Netz auch bei Telefónica.

Mobilfunklöcher gibt es im Schermbecker 4G-Netz auch bei Telefónica, wenngleich nicht so ausgeprägt wie bei der Konkurrenz. © Bundesnetzagentur

Bleibt die Frage, welcher Mobilfunkbetreiber für Schermbeck zu empfehlen ist. Geht man nach den Erkenntnissen der Bundesnetzagentur, muss die Empfehlung Telefónica lauten. Doch eine absolute Sicherheit, in Schermbeck nicht im Funkloch zu landen, gibt es bei keinem Netzbetreiber.

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